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Die Arbeiten am neuen Gotteshaus der Türkisch-Islamischen Gemeinde gehen schneller voran als erhofft

Moschee: Der Rohbau steht schon

Bünde (WB)

Der Rohbau steht schon fast komplett, nur die charakteristische Kuppel fehlt noch: Der Bau der neuen Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins in Ennigloh schreitet rasch voran. „Geplant war, dass wir bis März 2022 einziehen, aber vielleicht wird alles schon bis Weihnachten fertig“, sagt Necmettin Kayali.

Daniel Salmon

Die Pakete mit beigen Klinkersteinen stehen bereits vor dem Rohbau an der Amtshausstraße. Foto:

Ein Rundgang über die Baustelle an der Amtshausstraße lässt die Ausmaße des barrierefrei geplanten Komplexes auf einer Grundfläche von etwa 440 Quadratmetern schon jetzt erahnen. Hohe Decken, großzügig zugeschnittene Gebets- und Aufenthaltsräume und der vier Stockwerke tiefe Schacht für den sprachgesteuerten Aufzug geben einen Vorgeschmack auf die Dimensionen des islamischen Gotteshauses.

Das Minarett ist bereits auf 4,5 Meter hochgemauert worden. Wenn der kleine Turm (er dient nur zu symbolischen Zwecken, einen Muezzinruf soll es nicht geben) erst einmal fertig ist, soll er 18 Meter in die Höhe ragen. „Die Arbeiter geben wirklich Vollgas“, freut sich Kayali. Er weist daraufhin, dass der Baustart erst knapp fünf Monate zurückliegt.

In der kommenden Woche sollen die Klinkerarbeiten beginnen. Bei der Farbe der Steine gab es eine kleine Änderung. „Eigentlich sollte alles weiß werden. Wir haben uns jetzt aber für einen Beige-Ton entschieden. Unsere Gemeinde hat sich in einer Online-Abstimmung dafür ausgesprochen. Die neue Farbe ist moderner und unempfindlicher. Außerdem fügt sich das große Gebäude nun besser in die Umgebung ein. Das war uns wichtig“, ist der Geschäftsführer des Kulturvereins überzeugt.

Ein weiterer Meilenstein soll der Einbau der großen Fenster sein, der für April geplant ist. „Danach ist der Innenausbau dran. Das wird noch richtig viel Arbeit werden“, sagt Necmettin Kayali. Und das ist auch kein Wunder: Über etwa 1500 Quadratmeter Nutzfläche wird der komplett unterkellerte Neubau von Moschee und Kulturzentrum verfügen. Die Baukosten – die derzeit übrigens auch im Plan liegen – von gut 1,5 Millionen Euro werden mithilfe von Vereinsgeldern und Bankdarlehen gestemmt.

Oft beobachtet Kayali in diesen Tagen Passanten, die auf dem Bürgersteig Halt machen und die Arbeiten auf der Baustelle verfolgen. „Sehr viele Leute kommen vorbei und sind erstaunt, dass alles so schnell voran geht. Und sie sagen auch, wie gut das Gebäude schon aussieht. Dieser Zuspruch freut uns natürlich sehr.“

Seit 1985 hat die Türkisch-Islamische Gemeinde in Bünde ihren Sitz bereits an der Amtshausstraße. Das ursprünglich genutzte Gebäude war allerdings in die Jahre gekommen, Heiz- und Nebenkosten dementsprechend hoch. Eine Sanierung hätte wenigstens 400.000 Euro gekostet. Daher hatte sich der Verein für einen Abriss des alten Komplexes und einen Neubau entschieden. Über die Fortschritte werden Interessierte und Gemeindemitglieder per Facebook auf dem Laufenden gehalten.

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