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Bünder Frühlingsmarkt so gut besucht wie selten

Nach dem Regenkommt das Vergnügen

Bünde (WB). Farbenfrohe Blumenarrangements, eingekreist von Buden, Ständen und Imbisswagen, sowie wummernde Bässe aus den Boxen der Fahrgeschäfte – das kann nur eines bedeuten: Frühlingsfest in der Bünder Innenstadt. Nach dem verregneten Auftakt am Freitag kam das Volksfest am Wochenende richtig in Schwung.

Karl-Hendrik Tittel

Tausende von Besuchern hat das Frühlingsfest am Wochenende in Bünde angelockt. Nach dem Regen am Freitag füllten sich die Straßen und Plätze am Sonntag rasch. Foto: Karl-Hendrik Tittel

»Über den Freitag sprechen wir nicht«, sagte Thomas Liese mit einem lakonischen Lächeln. Der Herforder Gastronom deutete das an, wofür andere Beteiligte des Frühlingsfestes handfestere Worte fanden: »Totalausfall«, »abhaken«, »Trauerspiel«. Der erhoffte Wetterwechsel kam am Samstag und brachte bereits viel Sonnenschein und moderate Temperaturen mit sich.

»Frischzellenkur« empfohlen

Da freute nicht nur Thomas Liese, der am Samstag und Sonntag nun deutlich mehr Abnehmer für seine Erdbeer-Bowle fand. »Lecker, genau die richtige Erfrischung für solch einen Tag«, so lautete Iris Menkhoffs Urteil nach dem ersten Schluck. Die Bünderin geht jedes Jahr auf das Frühlingsfest. Dem Volksfest würde sie gerne eine »Frischzellenkur« empfehlen. »Das ist längst überfällig, man weiß schon blind, wo jeder Stand ist, da muss frischer Wind rein«, meinte sie. Ähnlich sieht es Cornelia Riegel aus Bruchmühlen: »Ich vermisse die Bühne mit der irischen Musik, die es vor einigen Jahren gab, das war toll und etwas Neues, das Frühlingsfest könnte ein neues Konzept gut vertragen.«

Ganz unvoreingenommen betrachtete Monika Diekmann das Geschehen. Im Februar zog sie von Melle nach Bünde – und erlebte am Wochenende ihr erstes Frühlingsfest in der Elsestadt. »Ich finde es super hier, es gibt viel zu sehen und es ist eine Menge los, viel besser als das Frühlingserwachen in Melle«, meinte sie. Die Geschmäcker sind halt verschieden.

Mit den Füßen abgestimmt

Im jüngsten Fall haben die Besucher allerdings mit den Füßen abgestimmt. Dieses Frühlingsfest war, den Freitag wegen höherer Gewalt mal außen vor gelassen, wohl eines der am besten besuchtesten der vergangenen Jahre. War es am Samstag bereits voll, setzte der Sonntag noch einen drauf. Milde Temperaturen und der verkaufsoffene Sonntag – die Massen schoben sich dicht an dicht durch das Zentrum.

Das Programm von Bündes zweitgrößtem Volksfest lässt sich in drei Worten zusammenfassen: alles wie gewohnt. Es wurde gebummelt, gegessen, getrunken, Musik gespielt und gehört, am Sonntag sogar eingekauft – das war neu –, und die Fahrgeschäfte wurden besonders von den Jugendlichen gut angenommen. »Autoscooter fahren macht am meisten Spaß«, sagten die beiden elfjährigen Freundinnen Laura und Mimi fast wie aus einem Mund. Das Bühnenprogramm auf dem Rathausplatz mit reichlich Lokalkolorit wurde erwartungsgemäß zum Publikumsmagneten an den Nachmittagen. Denn dort präsentierten sich Bünder Gruppen und Vereine, was Verwandte und Freunde der heimischen Akteure nicht verpassen wollten.

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