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Unbekannte zündeln auf Krempoli-Grundstück in Hunnebrock – Zeugin beobachtet zwei Radler – Kripo ermittelt

Nach erneuter Brandstiftung: DRK prüft Überwachung von Kita-Gelände

Bünde (WB)

Erneut hat es an der ohnehin schon durch ein Feuer zerstörten Kita Krempoli gebrannt. Unbekannte hatten versucht, Glasfaserwolle abzufackeln. Nun wird eine Überwachung des Geländes geprüft.

Daniel Salmon

Unbekannte hatten Müllsäcke auf dem Kita-Gelände aufgerissen und versucht, den Inhalt zu entzünden Foto: Daniel Salmon

Michael Honder, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Herford- Land, dem Betreiber der Betreuungseinrichtung, ist sauer: „Ich war mehr als schockiert, dass dort Personen gezündelt haben. Dabei fährt ein Sicherheitsdienst dort regelmäßig vorbei und schaut nach dem Rechten.“ Seiner Schilderung nach hatten die Unbekannten im abgebrannten Gebäudeteil zwischengelagerte Müllsäcke aufgerissen, den Inhalt verteilt, und wollten diesen dann anzünden. Nach Angaben der Polizei hatte eine Zeugin das Feuer am Montagabend um kurz vor 21 Uhr bemerkt und die Ordnungskräfte alarmiert. Die ebenfalls gerufene Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle.

Eine 32-jährige Anwohnerin berichtete der Polizei, dass sie zur Tatzeit auf dem Kitagelände zwei Radfahrer gesehen habe. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen und bittet nun weitere mögliche Zeugen oder die beiden Radfahrer sich unter 05221/8880 zu melden.

Wie berichtet, war das Kita-Gebäude Ende Oktober vergangenen Jahres fast komplett ausgebrannt. Nur ein Anbau mit einem Gruppenraum blieb weitestgehend unversehrt. Schnell stand für die Polizei fest, dass schon damals Brandstifter am Werk waren. Parallelen zu weiteren gelegten Feuern in Bünde – Autos brannten ab, auf das Gemeindebüro an der Laurentiuskirche wurde ein Brandanschlag verübt – wurden geprüft.

Wie DRK-Kreisgeschäftsführer Michael Honder mitteilt, hätten die Mitarbeiter des beauftragten Sicherheitsdienstes in den vergangenen Wochen immer wieder Personen auf dem abgesperrten Kita-Gelände an der Stauffenbergstraße aufgegriffen, die sich dort unberechtigt aufhielten. Nach dem erneuten Feuer-Vorfall will das Rote Kreuz nun verschiedene Maßnahmen prüfen, wie solche Vorkommnisse künftig vermieden werden können. Möglicherweise sei eine Kameraüberwachung eine Option.

Parallel zum Abriss des abgebrannten Komplexes sind Arbeiter auf dem Grundstück neben dem Krempoli-Gelände mit der Errichtung einer temporären Container-Kita beschäftigt. Diese soll so lange genutzt werden, bis ein neues Kita-Gebäude für die rund 120 Krempoli-Mädchen und -Jungen errichtet worden ist. Derzeit wird ein Großteil der Kinder in einigen Reihenhäusern in der Nähe betreut.

Michael Honder: „Nach meinen Informationen liegen die Arbeiten für den Aufbau der Container voll im Zeitplan.“ Zwar würden die Baufirmen derzeit mit dem nassen Untergrund auf der Wiese kämpfen. An dem anvisierten Einzugstermin im Februar würde das voraussichtlich aber nichts ändern.

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