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Bünder muss bei Charity-Rallye »Baltic Sea Circle« unfreiwilligen Stopp einlegen

Panne in St. Petersburg

Bünde/St. Petersburg (WB). Rückschlag für den Bünder Sven Schüngel und seinen Kumpel Sven Jörgenshaus: Das Duo, das unter dem Teamnamen »Die schrecklichen Svens« bei der Charity-Rallye »Baltic Sea Circle« am Start ist, hat in der russischen Metropole St. Petersburg einen unfreiwillige Pause einlegen müssen.

Daniel Salmon

Unfreiwilliger Zwischenstopp in St. Petersburg: Der Scirocco von Sven Schüngel und Sven Jörgenshaus hat eine Panne, fährt nicht mehr weiter. Die russischen Kfz-Schrauber können den beiden Deutschen allerdings nicht helfen. Foto: Schüngel/Jörgenshaus

Der Grund: Der 28 Jahre alte VW Scirocco der beiden hatte eine Panne. Das WESTFALEN-BLATT berichtet vom abenteuerlichen Trip der beiden »Svens« für den guten Zweck rund um die Ostsee, bei dem sich die Teilnehmer nur anhand von Straßenkarten orientieren dürfen. Navis sind tabu.

Zunächst läuft alles gut

Dabei lief alles zunächst wie am Schnürchen. Nach ihrem Aufenthalt auf den Lofoten und einem mitternächtlichen Bad im Eismeer ging’s zunächst noch weiter. Zunächst zum Nordkap, dann nach Inari in Finnland. Dort versammelten sich Teilnehmer der Rallye zu einem Mittsommerfeuer. Am achten Tag der Tour erreichten die »Svens« schließlich die russische Grenze. »Die Grenzkontrolle war ziemlich gründlich und unser Auto wurde komplett durchsucht«, erzählt Sven Schüngel. Weiter ging’s im Kult-VW, der ab diesem Zeitpunkt das erste Mal etwas unrund lief, über holprige Straßen bis nach Murmansk. Dort lautete die Aufgabe, die für Rallyeteilnehmer Wertungspunkte für den Toursieg bringt, den ältesten atomar betriebenen Eisbrecher der Welt zu finden. Schüngel: »Das ist die ›Lenin‹, die dort im Museumshafen liegt.«

Über die Europastraße 105 fuhr das Team am neunten Tourtag gen Süden. »Die Straße geht nur geradeaus durch die russische Wildnis. Wir haben nahezu keine Häuser oder Menschen gesehen«, erzählt der Bünder. Einen Tag später dann der Schock: Auf einer achtspurigen Straße in St. Petersburg blieb der Scirocco einfach liegen. »Der Wagen sprang zwar wieder an, ging beim Anfahren aber sofort wieder aus«, so der 39-Jährige. Das Duo ließ den Wagen in eine Werkstatt bringen. Die russischen Schrauber konnten mangels Ersatzteilen allerdings nicht helfen.

Reparatur in Estland

Zwei befreundete Rallye-Teams schleppten den Scirocco wieder auf EU-Gebiet, nach Estland. Und tatsächlich: Der Wagen konnte dort repariert werden. »Wir haben die Ersatzteile bekommen. Die Treibstoffpumpe im Tank war defekt, der Benzinfilter zudem mit Dreck zugeklebt. Aber Freitag geht’s für uns weiter«, vermeldete Sven Schüngel gestern. Auf ihrem Weg zum Zielort Hamburg wird das Team nun möglicherweise einige Wegpunkte und Aufgaben verpassen. In der Hansestadt endet die Rallye nämlich an diesem Sonntag. »Wir holen den Zeitverlust wieder raus«, ist sich Schüngel sicher.

Unter dem Stichwort »Für die Ostsee um die Ostsee« können Interessierte die »Svens« auf dem Spendenportal www.betterplace.org oder über Facebook unter »Die schrecklichen Svens« unterstützen. Der Erlös kommt der Organisation »Black Fish« zugute«

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