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Nabu und Unterstützer werden an Osnabrücker Straße aktiv

Parkplatz von Müll befreit

Bünde  (WB). Ein Anblick, der im besten Fall für ein Kopfschütteln sorgt – der Zustand des Park&Ride-Parkplatzes an der Osnabrücker Straße. Hier in unmittelbarer Nähe zur Autobahnzufahrt wird anscheinend täglich Müll entsorgt. Das reicht von Verpackungen für Burger aus einem der umliegenden Fast-Food-Restaurants über Plastikmüll, Teilen von Küchenschränken, Ölkanister bis hin zu Einkaufswagen.

Hilko Raske

Einiges an Müll ist da zusammengekommen: Vor allem auf dem Park&Ride-Parkplatz an der Osnabrücker Straße waren die Müllsammler aktiv. Etwa 200 Kilogramm an Müll hatten sie zusammengetragen. Foto:

Ein unhaltbarer Zustand, findet Friedhelm Diebrok, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes Herford. Er sei durch die Rubrik „Einer geht durch Stadt“ in dieser Zeitung auf den vollgemüllten Parkplatz aufmerksam gemacht worden. Da der Nabu-Kreisverband sich das Motto „Von nix kommt nix“ auf die Fahnen geschrieben hatte, kam dem Naturschützer die Idee, den Parkplatz gemeinsam mit Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung zu reinigen. Auch in den sozialen Medien wurde auf die Aktion hingewiesen. So fanden sich etwa 30 Unterstützer ein – darunter Mitglieder der CDU Bünde und der hiesigen Bündnisgrünen. Zuständig für den Parkplatz ist übrigens der Landesbetrieb Straßen NRW – und für diese Einrichtung war Mira Fillies vor Ort vertreten.

200 Kilogramm Unrat

„Angefangen haben wir bei McDonalds und sind dann durch das Hunnebrocker Bruch in Richtung Parkplatz unterwegs gewesen“, so Diebrok, der die Aktion übrigens nicht als Kritik an den Fast-Food-Restaurants in diesem Bereich verstanden wissen möchte.

Nach gut zwei Stunden war es dann geschafft – der Platz war praktisch sauber. Gut 200 Kilogramm an Müll hatte man zusammengetragen. Über das Ergebnis waren die Teilnehmer der Müllentsorgungsaktion sehr erfreut. Allerdings war ihnen auch bewusst, dass dieser Zustand nicht allzulange anhalten dürfte. Immerhin, so Mira Fillies, würden Park&Ride-Parkplätze in ganz OWL einmal monatlich durch den Landesbetrieb von Müll befreit. Man finde von Mal zu Mal mehr Abfall. Das schlage allein für Ostwestfalen-Lippe mit etwa 300.000 Euro jährlich an Kosten zu Buche. Eine Summe, die letztlich durch Steuergelder finanziert wird.

Der Nabu hat diese Aktion auch vor dem Hintergrund der aktuellen Museumsausstellung „Endlose Weiten und lichtlose Tiefen – das Blau unseres Planeten“ initiiert. Der Naturschutzbund beteiligt sich an der Ausstellung, die unter anderem Plastikmüll in den Meeren thematisiert.

Drei Viertel des Mülls im Meer besteht aus Plastik, konkret gelangen jedes Jahr 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Dieses Plastik ist ein ständig wachsendes Problem und kostet jedes Jahr unzählige Tiere das Leben. Auf die Auswirkungen auch in Nord- und Ostsee macht die „Küsten Union Deutschland“ in der aktuellen Museumsausstellung aufmerksam, während die Gesamtschule ein Jugend-forscht-Projekt vorstellt, bei dem es um die Beseitigung von Plastikmüll aus den Meeren geht.

Apropos Plastikmüll: Plastikflaschen bilden den Großteil des Mülls, der in den Meeren herumschwimmt. Und genau solche Flaschen konnten die Aktiven auch bei der Müllsammlung an der Osnabrücker Straße vorfinden.

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