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Wandel in der Friedhofskultur: Rat beschließt viele neue Bestattungsformen – Begräbnis mit Haustieren möglich

Pflegefrei und trotzdem hochwertig

Bünde

Minimaler oder besser noch gar kein Pflegeaufwand, dabei trotzdem hochwertig und ansprechend – so wünschen sich viele Menschen inzwischen die Ruhestätte für verstorbene Angehörige. Das traditionelle Sarggrab ist mittlerweile nur noch zweite Wahl.

Von Hilko Raske

Statt Sarggräber bevorzugen viele Hinterbliebene Urnengräber. Die Stadtverwaltung hat darauf reagiert und bietet viele neue Begräbnisformen. Foto: Daniel Salmon

Dieser Trend lässt sich auch in Bünde beobachten. Schaut man sich die Beerdigungen an, die zwischen 2009 und 2018 auf den beiden größten städtischen Friedhöfen – Feldmarkfriedhof und Ennigloh II – stattgefunden haben, wird deutlich, dass die Nachfrage nach Sarggräbern stetig gesunken ist. Entschieden sich 2009 noch 59 Prozent der Hinterbliebenen für eine Beerdigung in einem Sarg und nur 41 Prozent für eine Urne, hatte sich 2018 das Verhältnis praktisch umgekehrt: Urne 58 Prozent, Sarg 42 Prozent. Im Friedhofsentwicklungsplan, den die Stadt in Auftrag gegeben hat und der seit 2019 vorliegt, wird prognostiziert, dass sich 2030 etwa 72 Prozent der Hinterbliebenen für ein Urnenbegräbnis entscheiden.

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