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GaM-Schulleitung hatte über hohe Temperaturen im Neubau geklagt – UWG macht Vorschlag

Photovoltaikanlage soll Hitzeproblem lösen

Bünde (WB/sal). Die Bünder UWG-Fraktion hat jetzt einen Vorschlag vorgelegt, wie man aus ihrer Sicht das Hitzeproblem am Neubau des Gymnasiums am Markt lösen könnte. Die Idee: Eine Photovoltaikanlage könnte Schatten spenden.

Die Klassenräume im Erweiterungsbau heizen sich bei Sonneneinstrahlung stark auf. Foto: Daniel Salmon

Wie berichtet, hatten Lehrer- und Schulkonferenz des GaM das Thema der überhitzten Klassenräume auf die Juni-Sitzung des zuständigen Fachausschusses gebracht . Laut Rektorin Karin Stallmann sei die Thermik in dem 2010 errichteten Erweiterungsbau »höchst problematisch«. Bereits im vergangenen Jahr hätten Räume aufgrund massiver Sonneneinstrahlung kaum genutzt werden können. Und in diesem Sommer hätten Schüler, die dort unterrichtet wurden, über Kopfschmerzen geklagt. Eine Entscheidung in der Sache hatte der Schulausschuss jedoch nicht gefällt.

Schwarze Teerpappe auf dem Dach

Laut UWG heize sich das mit schwarzer Teerpappe bedeckte Flachdach des Neubaus bei Sonneneinstrahlung sehr stark auf. »Auch eine sicherlich vorhandene Isolierung kann das nicht dauerhaft und vollständig verhindern«, meinen die Unabhängigen Wähler. Um das Aufheizen zu vermindern, werde daher eine Beschattung benötigt. Und diese könne durch eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zehn Kilowatt auf diesem Gebäudeteil umgesetzt werden.

Für die Wirtschaftlichkeit der Anlage sei die Nutzung des erzeugten Stroms zur Abdeckung des Eigenbedarfes der Schule ein wichtiger Faktor. »Aus rechtlichen Gründen müssen daher der Stromnutzer und der Eigentümer der Photovoltaikanlage personenidentisch sein. Daher darf diese Anlage nicht von den Kommunalbetrieben selber, sondern muss direkt von der Stadt betrieben werden«, teilt die UWG mit.

Anlage soll schon im April 2020 laufen

Die Anlage sollte spätestens Anfang April 2020 Strom erzeugen: »Zum einen natürlich, um die Beschattung im kommenden Sommer sicher zu stellen. Außerdem könnten ab Mitte kommenden Jahres die Einspeisevergütungen für den nicht selbst genutzten, überschüssigen Strom, der ins das Netz eingespeist würde, komplett entfallen.«

Und genau vor diesem Hintergrund beantragt die UWG eine Vorplanung dieser Anlage mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung bis Mitte November 2019. Dann sei es möglich, auf dieser Grundlage eine Entscheidung zum Bau zu treffen und die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. »Als UWG wollen wir damit zeigen, dass Wirtschaftlichkeit, Klimaschutz und zusätzlicher Komfort kein Widerspruch sein müssen, sondern sich in diesem Fall ideal ergänzen«, teilt die Fraktion mit.

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