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Angebliche Handwerker betrügen Bünder Ehepaar

Polizei warnt vor Haustürgeschäften

Bünde (WB). Ein Bünder Ehepaar ist am Donnerstag von zwei angeblichen Handwerkern um Geld betrogen worden. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei davor, sich auf so genannte »Haustürgeschäfte« einzulassen.

Symbolfoto. Foto: Hannemann

Die Polizei ermittelt wegen Leistungsbetrug. Zu dem Vorfall kam es, als ein Mann in Bünde Lücken in seiner Hofzufahrt mit Pflastersteinen auffüllte. Laut Polizei wurde der Mann von zwei Männern angesprochen, die ihm anboten, die Arbeiten zu Ende zu führen und mit Sand professionell aufzufüllen.

»Nach Beendigung der Tätigkeit versprachen sie den Geschädigten noch, für weiterführende Arbeiten weiteres Material besorgen zu wollen«, schildert die Polizei den weiteren Verlauf. Die Männer hätten einen »überteuerten Geldbetrag« für die Materialien verlangt und das Bünder Ehepaar so unter Druck gesetzt, dass es die geforderte Summe bezahlte.

Die Männer hätten das Grundstück mit einem weißen Bulli mit Bremer Kennzeichen in unbekannte Richtung verlassen. Das versprochene Baumaterial besorgten sie nicht.

Seriöse Handwerker schreiben eine Rechnung

Die Männer sollen beide »südländisches Aussehen« gehabt haben, etwa 40 Jahre alt gewesen sein. Sie trugen Arbeitskleidung. Einer der Männer wird als etwas korpulenter beschrieben, außerdem soll er eine Krücke dabei gehabt haben. Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Handwerkern oder deren Fahrzeug im Bereich Bünde-Hunnebrock oder Umgebung machen können, sich mit der Kriminalpolizei Herford unter der Telefonnummer 05221/8880 in Verbindung zu setzen.

»Seriöse Handwerker stellen ihre Arbeiten in Rechnung und lassen sich die Dienstleistung nach Beendigung per Überweisung bezahlen«, informiert die Polizei zudem. »Bezahlungen mit Bargeld gelten in der Branche als unüblich. In der Regel stellen die Betriebe nach Ende der Arbeiten eine Rechnung aus, die dem Kunden im Nachhinein zukommt und von ihm noch geprüft werden kann. Wer unseriöse Dienste an der Haustür anbietet, fehlerhafte Arbeiten verrichtet oder überteuerte Rechnungen ausstellt, begeht mitunter eine Straftat.« Der Tatbestand reiche von Wucher bis hin zu Betrug.

Deshalb der Appell: »Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen derartige Dienstleistungen an der Haustür angeboten werden. Oft sind insbesondere ältere Menschen Opfer dieser Masche.«

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