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Nach den Vorfällen an Grundschulen beschäftigt sich die Politik mit dem Thema

Prävention: So will die Stadt Bünde Kinder stärken

Bünde (WB). Die mutmaßlichen Versuche, Kinder an Bünder Grundschulen ins Auto zu locken , haben auch den politischen Raum erreicht. Die Stadt will prüfen, wie sie Kinder vor Ort stärken und auf solche möglichen Situationen vorbereiten kann.

Daniel Salmon

Die Stadt will mit Schulen, Kitas und Vereinen das Gespräch suchen, um über Präventionsmaßnahmen gegen Gewalt an Kindern sprechen. Foto: dpa

Dabei soll das Gespräch nicht nur mit den Schulen, sondern auch mit Kitas und Sportvereinen gesucht werden. Federführend soll das Jugendamt sein. Ausschussvorsitzender Christian Rüter (SPD) betonte, dass das Thema nicht nur auf die Agenda kommen sollte, weil es gerade aktuell sei.

Antrag der CDU

Ein Antrag von CDU-Stadtverbandschef Martin Schuster hatte das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses am Mittwoch gehievt. Laut dem Ratsherrn herrsche bei Bünder Schülereltern Alarmstimmung. Er fordert daher, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die Gewalt gegenüber Kindern zu verhindern.

Im Ausschuss – Schuster ist dort kein Mitglied – übernahm Oliver Uhlich für die CDU das Wort. „Kinder müssen gestärkt werden, damit sie wissen, wann Grenzen überschritten werden, wann sie nein sagen, wann sie Hilfe holen müssen, wann sie einfach losschreien dürfen. Das ist gar nicht so einfach.“

Ernst Tilly (FDP) schlug mit Blick auf die Grundschulen das Angebot von Hilfestellungen für Fortbildungen und Informationsstrategien für Kinder, Eltern und Lehrer vor. An den weiterführenden Einrichtungen gebe es eine Schulleiter-Runde, in der man das aktuelle Thema stärker verankern könne. Bei der Kontaktaufnahme zu den Ortsvereinen könne der Stadtsportverband eine Rolle spielen.

Präventionsarbeit ist immer wichtig

Beigeordneter Günther Berg verwies in der Sache auf die Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei. In den konkreten Fällen habe man der Behörde von Stadtseite bereits Unterstützung angeboten. So könnten kommunale Ordnungskräfte auch bei möglichen Konzepten eine Rolle spielen – allerdings nur in enger Abstimmung mit der Polizei. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht durch die Präsenz städtischer uniformierter Kräfte Ermittlungen gefährden“, sagt Berg.

Gleichwohl sei man sich im Rathaus im Klaren, dass es nicht nur um die Aufklärung von Straftaten gehe, sondern auch um Prävention. Kitas, Vereinen und Schulen Unterstützung anzubieten, hielt er für eine gute Idee: „Präventionsarbeit im Jugendbereich ist immer wichtig.“ Letztlich stimmten alle Ausschussmitglieder einer entsprechenden Resolution zu.

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