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Alkoholisierter 24-Jähriger soll Passanten angegangen sein

Einsatz am Bünder Bahnhof: Psychisch Kranker besprüht Polizisten mit Reizgas

Bünde

Wie Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier mitteilt, war den Einsatzkräften am Samstag, 12. November, etwa gegen 19.10 Uhr eine randalierende Person an der Bahnhofstraße, in der Nähe der Musikkneipe Dolbi, gemeldet worden. Sofort machten sich Streifenwagen auf den Weg in die Innenstadt.

Von Daniel Salmon

Mit Pfefferspray soll der Mann auf die Beamten losgegangen sein. Diese setzten ebenfalls Reizgas ein. Foto: Silas Stein/dpa

„Die Person ging vorbeigehende Passanten sowohl verbal  als auch teilweise körperlich an. Bei Eintreffen der Kollegen reagierte der Mann sofort aggressiv und beleidigte die Beamten ebenfalls mehrfach“, so die Beamtin. Die Einsatzkräfte erkannten sofort, dass der 24-Jährige – er war augenscheinlich alkoholisiert, stand wohl zudem unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln – nicht nur einige Getränke bei sich hatte, sondern auch eine Flasche Reizstoffspray in seiner Hand hielt. Lah-Schnier: „Bei dem Versuch, den Tatverdächtigen zu beruhigen und ihm die Gegenstände wegzunehmen, kam es zu Widerstandshandlungen.“

Einweisung in die Psychiatrie

Schließlich setzten sowohl der Randalierer als auch die Polizisten Pfefferspray ein. Mehrere beteiligte Beamte und der 24-Jährige wurden durch den Gebrauch des Reizgases leicht verletzt. Im Anschluss an die Rangelei sei es den Ordnungshütern gelungen, den Mann zu überwältigen und ihm Handschellen anzulegen. „Er wurde dann medizinisch versorgt. Auch einige Polizeibeamten erlitten leichte Augen- und Atemwegsreizungen. Sie blieben nach einer ärztlichen Untersuchung dienstfähig“, informiert die Behördensprecherin.

Weil aufgrund der Gesamtumstände des Vorfalls der Verdacht bestand, dass der Tatverdächtige erheblich psychisch erkrankt sein könnte, erfolgte mit Zustimmung des Notarztes und des Bünder Ordnungsamtes eine Einweisung des Randalierers in eine psychiatrische Einrichtung. Der 24-Jährige wird sich nun wohl wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verantworten müssen.

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