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Zahlreiche Besucher beim 3. Bünder Bauernmarkt

Rustikaler Charme auf der Museumsinsel

Bünde (WB). Erst kam der Regen, dann die Sonne – und wieder von vorn: Garstige Schauer und spätsommerliche Sonne im Wechsel ließen keine Langeweile beim 3. Bünder Bauernmarkt, aufkommen, der sich durch rustikales Flair, regional erzeugte Produkte und erstaunlich viele Besucher auszeichnete.

Karl-Hendrik Tittel

Frisch, regional und biologisch angebaut: Anna Falkenhain (links) und Sarah Jander vom »Duftgarten« aus Hüllhorst präsentierten am Sonntag ihre Produkte. In Büttendorf bewirtschaftet »Duftgarten« etwa zwei Hektar Gemüseanbaufläche Foto: Karl-Hendrik Tittel

25 Aussteller beteiligen sich am Markt

25 Aussteller hatten im Garten der Bünder Museumsinsel ihre Stände, Zelte und Wagen in Stellung gebracht. Der Schwerpunkt lag auf regionalen Produkten, die unmittelbar vom Erzeuger stammen: Backwaren, Honig, Aufstriche, Obst, Gemüse, Wollwaren, Pralinen oder Kaffee-, Käse-, Fleisch- Fisch- und Wurstspezialitäten sowie vieles mehr.

Bei einem herbstlichen Bauernmarkt dürfen Kürbisse natürlich nicht fehlen. Gleich 40 schmackhafte wie dekorative Sorten aus der ganzen Welt und dazu erstmals einiges an Ziermais konnten bei Hartmut und Anna Greve aus Vilsendorf in Augenschein genommen werden.

Exotische Kürbisse

»Wir haben auch exotische Arten wie thailändische Bungkan-Kürbisse, die in Deutschland nicht so einfach zu bekommen sind«, sagte Hartmut Greve. Rund hundert Jahre alt ist die Seilmaschine der Bünder Seilerei Nowotny, an der die Besucher selber Hand anlegen konnten.

»Das ist gar nicht so schwierig und funktioniert ohne Motor – nur Kurbeln muss man selbst«, erklärte Georg Nicklaus. Ein paar Meter weiter flogen die Funken. Hier brachte Ugur Köroglu vom Schleifatelier Bünde so manchem Schneidwerkzeug die alte Schärfe zurück.

Die Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich mit Lebensmitteln für den heimischen Kühlschrank einzudecken, und griffen auch bei den vielfältigen Angeboten für den Sofortverzehr zu.

Technik des Zigarrenrollens

Passend zum rustikalen Motto der Veranstaltung bereitete das Team vom Hiddenhausener Brotshop »Pani & Gusto« lippische Pickerts zu. »Pizza, Waffeln und belegte Brötchen laufen auch gut«, so Manuel Martinez. Allerlei Kaffeespezialitäten sowie Vorführungen an einer Röstmaschine von 1959 gab es beim »Roesthaus« aus Bad Oeynhausen.

Das gesamte Museumsensemble war für die Besucher geöffnet. Es wurde die Technik des Zigarrenrollens vorgeführt und für die Kinder eine Museumsrallye mit historischen Fotos veranstaltet. »Die von Harald Darnauer zur Verfügung gestellten Bilder stammen alle aus unserer Gegend und zeigen die Arbeitsschritte in der Landwirtschaft – vom Pflügen bis zur Ernte«, erläuterte Museumstechniker Ulrich Franzrahe. Eine deutlich weitere Reise zurück in die Vergangenheit unternahm der Förderverein des Dobergmuseums unter anderem mit dem Präparieren von Fossilien.

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