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Bahnhof: Unbekannte haben Schließelemente zerstört

Sabotage am Fahrstuhl

Bünde (WB/hr). Die Pannenserie der Fahrstühle am Bünder Bahnhof reißt nicht ab: Seit Anfang Dezember steckt der Lift, der zum Bahnsteig mit den Gleisen 3 und 4 führt, auf halber Höhe im Kabinenschacht fest. Vor allem für bewegungseingeschränkte Menschen ist das ein Riesenproblem. Doch woran liegt es? Schon wieder ein technisches Problem?

Die Bahn hat nun die Ursache gefunden. „Es ist eindeutig Vandalismus“, sagt ein Sprecher der Bahn. Durch Unbekannte seien sogenannte Türschließ-Elemente zerstört worden. Wie es dazu habe kommen können, sei nicht ganz klar. „Wir haben bereits Ersatzteile bestellt. Im Laufe der Woche soll die Reparatur erfolgen, so dass das Problem voraussichtlich zum Wochenende behoben sein wird“, erklärt der DB-Sprecher.

Millionenschäden

Allein in NRW habe es 2018 an Bahnhöfen durch Vandalismus und Graffiti Schäden in Höhe von 2,8 Millionen Euro gegeben. „Darin enthalten sind noch nicht einmal die Schmierereien und Beschädigungen in und an Zügen.“ Gerade bei Aufzügen in Bahnhöfen würde es sich um relativ empfindliche technische Gerätschaften handeln. „In Bünde sind die Türschließ-Elemente durch pure Gewalt zerstört worden – das hat nichts mit einem technischen Defekt oder einem möglichen Wasserschaden zu tun“, betont der DB-Sprecher.

Für Rollstuhlfahrer wichtig

Den – erneuten – Defekt hatte Ulrike Kowalewsky der Bünder Redaktion dieser Zeitung gemeldet. Die Koordinatorin der inklusiven Politikgruppe der Elsestadt arbeitet bei der Volkshochschule des Kreises, fährt mit dem Zug jeden Tag von Bünde nach Herford. Dass der Aufzug nun erneut so lange außer Betrieb ist, brachte Ulrike Kowalewsky auf die Palme: „Der Lift zu den Gleisen 3 und 4 ist gerade für Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Menschen, die aus Herford kommen und hier aussteigen müssen, besonders wichtig.“ Denn weil sie die Treppen zum Fußgängertunnel nicht nutzen können, seien die auf die beiden Aufzüge angewiesen.

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