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Esprit-Store: Inhaber Udo Kemena unterzeichnet Fünf-Jahres-Mietvertrag

Schließung abgewendet

Bünde  (WB). Muss Bünde mit weiteren Leerständen in der 1A-Lage rechnen? Diese Sorge treibt die Kaufmannschaft um. Von Udo Kemena, der vier Modeläden in der Fußgängerzone betreibt, kommt in dieser Situation ein klares Bekenntnis zum Standort Bünde. Noch vor wenigen Wochen schien es so, als ob Kemena den Esprit-Store (Eschstraße 5-7) zum Jahresende schließen würde. Grund: die Höhe der Miete, die er für das Ladenlokal zu zahlen hat. Nun teilt der Kaufmann mit, dass er mit dem Besitzer der Immobilie eine Einigung erzielt und den Mietvertrag für weitere fünf Jahre verlängert hat. „Dies ist ein weiteres positiv Signal für den Standort Bünde“, betont Kemena. Seiner Einschätzung nach hat die Bünder Fußgängerzone für den Einzelhandel ein enormes Potenzial.

Hilko Raske

Udo und Ursula Kemena bei der Eröffnung des Concept-Stores „Zeitgeist“ im März des vergangenen Jahres. Mehr als 300 Gäste konnten damals beim VIP-Opening begrüßt werden. Kemena hat vier Modeläden in der Fußgängerzone. Der Esprit-Store soll nun am bisherigen Standort erhalten bleiben. Foto: Hilko Raske

Nicht zuletzt deswegen hat Kemena gemeinsam mit Ehefrau Ursula und Tochter Laura im März des vergangenen Jahres den Concept-Store „Zeitgeist“ in den Räumlichkeiten einer Parfümerie eröffnet – inmitten der Fußgängerzone, in einer 1a-Lage. Eine Entscheidung, die in der Geschäftswelt für Gesprächsstoff sorgte. Mehr als 300 Gäste konnten alleine beim VIP-Opening begrüßt werden. „Auf 500 Quadratmetern möchten wir unsere Kunden in die Welt der schönen Dinge entführen. Ziel ist es, eine Oase des Wohlfühlens zu schaffen, die einen perfekten Ausgleich zu dem hektischen Alltag bildet. Aufenthaltsqualität hat daher für uns einen sehr hohen Stellenwert“, erläuterte Kemena das zugrunde liegende Konzept des Concept-Stores.

Kemena will die Eröffnung des Zeitgeistes auch als Reaktion auf den Onlinehandel verstanden wissen. Man könne den Onlinehandel nicht mehr abschaffen, stellte Kemena damals in seiner Begrüßungsrede klar. Er werde im Gegenteil noch stärker werden. „Aber wir können unseren Kunden etwas bieten, was sie beim Onlinehandel nicht finden – eine hohe Aufenthaltsqualität, die auch die zwischenmenschliche Komponente betont.“

„Das war eine Rieseninvestition“, hält Kemena rückblickend fest – und hat schon die nächste Investition im Blick. Diesmal ist es der Fashionstore (Eschstraße 28), das Bünder Stammhaus von Kemena. Schilder in den Schaufenstern weisen auf einen Räumungsverkauf hin. Vom 10. Februar an ist das Geschäft für zehn Tage geschlossen. Während dieser Zeit soll das Ladenlokal modernisiert werden – eine Maßnahme, die mit 100.000 Euro zu Buche schlägt. Am 20. Februar haben Stammkunden als Erste die Gelegenheit, einen Blick in die neuen Räumlichkeiten zu werfen, bevor am Folgetag wieder ganz regulär geöffnet sein wird. Als nächstes solle dann der Men-Store (Eschstraße 24) neu gestaltet werden, so Kemena.

Dass der Kaufmann kein Pessimist ist, wird im Gespräch mit ihm schnell deutlich. So beurteilt er die Neugestaltung des Woolworthkomplexes und die Geschäfte, die dort einziehen wollen, durchaus positiv. „Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind und Rossmann sowie Woolworth ihre Türen wieder geöffnet haben, wird das schnell wieder Kunden anziehen.“

Den Entschluss von C&A, sich aus Bünde zurückziehen, bezeichnet er als Fehlentscheidung. „Dort hat das Management entschieden, bundesweit 100 Filialen zu schließen. Da kam der Wasserschaden in den Bünder Räumlichkeiten gerade passend. Auf Dauer eine Entscheidung, die man bei C&A bereuen wird.“ Er gehe davon, dass zeitnah ein attraktiver Nachmieter für dieses Ladenlokal gefunden wird.Und auch das Vorhaben, in der Alten Apotheke ein Café anzusiedeln, werde sich positiv auf das gesamte Erscheinungsbild der Fußgängerzone auswirken, ist sich Kemena sicher.

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