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Trotz Winterchaos wird auf der Bünder Freibadbaustelle einiges geschafft

Schnee bremst Arbeiten nur kurz aus

Bünde (WB)

Zwar hat der Wintereinbruch auch die Arbeiten im Bünder Freibad etwas ausgebremst, ganz ruhten sie aber nie. Bereits am Montag wuselten schon wieder die ersten Arbeiter über das verschneite Areal.

Daniel Salmon

Auch die schweren Baumaschinen konnten wegen der Witterung einige Tage nicht bewegt werden. Foto:

Nach wie vor geht die Bäder GmbH als Bauherrin von Kosten in Höhe von rund zehn Millionen Euro für das Mammut-Projekt aus.

Stellenweise reichte der Schneeberg auf der Baustelle bis zum Knie. Und so mussten auch viele Arbeiten pausieren. Dr. Marion Kapsa, Geschäftsführerin der Bünder Bäder GmbH, ist zuversichtlich, dass es nach der kurzen Zwangspause auf der Baustelle bald wieder im gewohnt hohen Tempo weiter geht. „Die Bauunternehmen sind hochmotiviert und wollen das Freibad so schnell wie möglich fertigstellen, damit die Bünder im Sommer wieder draußen schwimmen können.“

Die Motivation der Arbeiter erkennt man aktuell im Technikgebäude. Dort brennt schon früh am Morgen Licht. Unbeeindruckt von der Witterung sind die Fachleute hier damit beschäftigt, die Wasserfilter und die Versorgungstechnik zu installieren. Im Herzstück des Freibads laufen zahlreiche Strom- und Wasserleitungen zusammen.

Anders sieht es im Eingangs- und Sozialgebäude aus. Bis zum Wintereinbruch wurden hier zunächst große Fortschritte gemacht. Der Estrich wurde verlegt, erste Anschlüsse für sanitäre Anlagen wurden installiert und auch die Fliesenleger haben bereits die Arbeit aufgenommen und die ersten Fliesen an die Wände geklebt. Die extreme Kälte von teils zweistelligen Minusgraden ließen dort zuletzt allerdings keine Arbeiten zu. „Wir haben alles versucht, um die Räume mit Heizlüftern auf Temperatur zu bringen, aber durch den hohen Temperaturunterschied von Tag und Nacht ist an das Verlegen der Fliesen nicht zu denken“, sagt Michael Fraedrich von der Bünder Bäder GmbH.

Für die Garten- und Landschaftsbauer wird die Pause auf dem Gelände vermutlich noch etwas länger ausfallen. Denn zunächst müsse der Schnee, der das ganze Gelände inklusive einiger Baumaschinen noch bedeckt, etwas abtauen. Dabei seien die Außenarbeiten im Freibad bereits in hohem Tempo vorangeschritten, waren etwa am Volleyballfeld bereits fast abgeschlossen. Im nächsten Schritt hätten nun unter anderem die weitere Vorbereitung des Vorplatzes und der Terrasse an der Gastronomie auf dem Plan gestanden – allerdings noch bevor die Schneemassen vom Himmel fielen.

Wie berichtet, war das „alte“ Freibad am Elseufer nach 80 Jahren im Winter 2019/2020 abgerissen worden. Es soll im kommenden Sommer mit größerem Leistungsspektrum neu eröffnen. Dazu gehören ein 50-Meter Sportbecken, ein Sprungturm mit Sprungbecken sowie ein separates Freizeit- und Spaßbecken. Alle Sportanlagen sind wettkampfgeeignet nach Klasse C. Die Becken werden aus Edelstahl gefertigt. Gastronomie, Kiosk und Toiletten werden von zwei Seiten nutzbar sein, nämlich einerseits für die Freibadbesucher und andererseits auch für die Besucher des Steinmeisterparks.

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