Herforder CDU sieht Handlungsbedarf, damit es nicht immer mehr Nicht-Schwimmer gibt

Schwimmen: Vorrang für Anfängerkurse?

Herford (WB)

Schon vor Beginn der Corona-Pandemie war es für Eltern in Herford teilweise schwierig, einen Platz in einem Anfängerschwimmkurs für ihre Kinder zu erhalten. Die Nachfrage war groß, die Schwimmzeiten jedoch aufgrund der vorhandenen Kapazitäten begrenzt.

Ralf Meistes

Ab dem 17. Mai sollen wieder Schwimmkurse angeboten werden, wenn dies der Corona-Inzidenzwert zulässt. Zunächst soll es 15 Anfängerkurse mit jeweils maximal fünf Teilnehmern geben. Das Bild zeigt das Außenschwimmbecken im H2O. Foto: Ralf Meistes

Die CDU in Herford sorgt sich um den Schwimm-Nachwuchs, denn mit Ausbruch der Pandemie und der damit verbundenen Schließung der Bäder „hat man nun fast zwei Jahrgänge, die nicht schwimmen können“, schreiben die CDU-Ratsmitglieder Michèle Saskia Pohle und Oliver Galling in einer Anfrage an die Stadt.

Da zu befürchten sei, dass sich die Situation nicht so schnell bessert und auch in Sommermonaten Schwimmkurse nur eingeschränkt angeboten werden können, fordert die CDU, dass Anfängerschwimmkursen ein Vorrang gegenüber anderen Nutzern eingeräumt wird. Andernfalls werde die Zahl von Nichtschwimmern weiter steigen.

Insofern wollten Pohle und Galling von der Stadtverwaltung wissen, wie viele Anfängerschwimmkurse pro Woche im H2O, sowie in den Freibädern Im Kleinen Felde und Elverdissen auch außerhalb der Ferien reserviert werden?

Eine konkrete Antwort auf die Frage gab es nicht, aber der zuständige Dezernent, Patrick Puls, machte in der Ratssitzung am Freitag deutlich, dass seine Abteilung die Problematik im Blick habe.

Die Freizeiteinrichtungen, die alle drei Bäder betreiben, arbeiteten mit den Herforder Schwimmvereinen intensiv an einem Schwimmkurs-Plan. Hierzu stehen die Verantwortlichen auch mit dem Gesundheitsamt des Kreises im stetigen Austausch.

Allerdings seien aktuell alle Angebote abhängig von der grundsätzlichen Erlaubnis von Schwimmkursen im Rahmen der jeweils geltenden Corona-Schutzverordnung NRW beziehungsweise der weitergehenden Reglung der so genannten Notbremse des Infektionsschutzgesetzes. Markus Diering, Leiter der Freizeiteinrichtungen, hofft, dass er die Bäder Ende Mai öffnen kann.

Aber selbst dann seien Kurse nur mit großem Aufwand umzusetzen. Deshalb wünschen sich die Beschäftigten der Freizeiteinrichtungen sowie die ehrenamtlichen Übungsleitenden der Vereine eine Impfpriorisierung. Schließlich kommen sie in den Kursen in engen Kontakt mit den Kindern. Unter Berücksichtigung der aktuellen Inzidenzwertentwicklung ist der Start von Schwimmkursen ab dem 17. Mai angedacht. Es sind bis zu 15 Anfängerkurse mit vorgeschriebenen fünf Teilnehmern sowie zwei Übungsleitern geplant

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