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Nach Anwohnerbeschwerden: Straße »Im Obrock« in Bünde soll abgebunden werden

Stadt will Schleichweg dicht machen

Bünde (WB). Schluss mit dem Schleichverkehr: Die Stadt Bünde plant, die Straße Im Obrock kurz vor der Grenze zu Kirchlengern auf freier Strecke für Kraftfahrzeuge abzubinden. Der Verkehrsausschuss soll in der kommenden Woche über das Thema beraten.

Daniel Salmon

Kurz vor der Gemeindegrenze zu Kirchlengern plant die Stadtverwaltung, die Straße Im Obrock für den Kraftfahrzeugsverkehr zu sperren. Und auch die Einmündung Zum Elsekamp/In der Lohge (Foto) soll abgebunden werden. Foto: Klüter

Nach Angaben der Verwaltung hätten sich Anwohner bereits seit 2014 mit »eklatanten Beschwerden« über die verkehrsmäßigen Zustände Im Obrock ans Rathaus gewandt. Die Anlieger fordern daher, den Verkehr auf der Straße »merklich zu redzuieren.« Seitens der Stadt heißt es: »Offensichtlich wird diese Straße in erheblichem Umfang als so genannter Schleichweg von und nach Kirchlengern genutzt.«

Verkehrsmessung durchgeführt

Um belastbares Material in der Sache zu haben, hat die Verwaltung im Zeitraum zwischen 25. Mai und dem 16. Juni dieses Jahres Verkehrsmessungen auf der genannten Strecke durchführen lassen. Demnach würden binnen 24 Stunden an Sonn- und Feiertagen 1400 Fahrzeuge sowie an Werktagen etwa 2200 Autos die Route als Schleichweg von und nach Kirchlengern nutzen. An bestimmten Einzeltagen wurden sogar bis zu 2500 Fahrzeuge gezählt.

Den Mitgliedern des Verkehrsausschusses wird nun vorgeschlagen: »Um das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu ändern, soll in Abstimmung mit der Gemeinde Kirchlengern die Straße Im Obrock bis auf weiteres abgebunden werden.« Somit, so die Hoffnung der Bünder Verwaltung, würde sich er Straßenverkehr automatisch auf die Interkommunale Entlastungstraße (In der Lohge) verlagern. Gleichzeitig müsste dafür aber auch die Einmündung In der Lohge/Zum Elsekamp für Autos und Lastwagen dicht gemacht werden.

Kommunen haben sich abgestimmt

»Wir müssten an den entsprechenden Stellen mechanische Sperren errichten. Eine Überlegung wären etwa Pflanzkübel. Diese würden den Autoverkehr abhalten, Radfahrer und Fußgänger hätten aber noch die Möglichkeit, druchzukommen«, erklärt Bündes Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen. Zugleich schlägt die Verwaltung vor, an den entsprechenden Bereichen Sackgassenschilder aufzustellen.

Entsprechende Abstimmungsgespräche mit der Gemeinde Kirchlengern wurden bereits geführt. Daher wird das Thema am 27. September parallel zum Ausschuss in Bünde auch das Gremium für Verkehrsangelegenheiten in der Elsegemeinde beschäftigen. Die dortige Verwaltung jedenfalls steht dem Vorschlag aus der Nachbarstadt offen gegenüber. Denn durch eine Abbindung der Straße Im Obrock würden »sowohl in Kirchlengern als auch in Bünde Wohnbereiche vom Verkehr entlastet«. Nach Auffassung der Verwaltung sollte einer Sperrung daher bis auf Weiteres zugestimmt werden.

Der öffentliche Teil der Verkehrsausschusssitzungen in Kirchlengern und Bünde beginnt in beiden Rathäusern jeweils um 19 Uhr.

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