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Nachwuchs im Bünder Elsebruch – Vogelpaar in Ahle brütet noch

Storchenküken sind geschlüpft

Bünde (WB). Nachwuchs im Bünder Elsebruch: Seit einigen Tagen strecken kleine Storchenküken im dortigen Horst gierig ihre Schnäbel in die Höhe und werden von den beiden Altvögeln gefüttert.

Daniel Salmon

Seit dem Himmelfahrtstag gibt es Nachwuchs bei den Störchen im Bünder Elsebruch. Zwei Jungtiere konnte Peter Schubert bei seinen regelmäßigen Besuchen am Nest bisher entdecken. Derzeit passt immer ein Altvögel auf die Küken auf. Foto: Peter Schubert

Mindestens zwei Jungtiere hat Hobbyfotograf Peter Schubert in dem Nest bereits ausmachen können: »Ob es am Ende mehr sind, kann man aktuell noch nicht sagen, dafür sind die Küken noch zu klein. Oder man muss Glück haben, dass alle zeitgleich mit ihren Köpfen hochkommen.«

Laut dem Naturfreund seien die Küken um den Himmelfahrtstag herum geschlüpft. »Die Altvögel kümmern sich gut um die Kleinen«, so Schubert. Nahrung gebe es zwar derzeit noch ausreichend. »Aber es müsste in den kommenden Tagen vielleicht etwas regnen, damit die Störche mehr Würmer finden können.«

Ein Altvogel behütet das Nest

In den kommenden drei bis vier Wochen wird nun stets ein Altvogel bei den Küken auf dem Nest bleiben. »Um sie zu beschützen, ihnen Schatten zu spenden oder sie bei Regen abzudecken«, sagt Schubert. Bereits zum sechsten Mal ist der Bünder Storch Anfang März in die Elsestadt zurückgekehrt, um mit einer Partnerin eine Brutsaison zu bestreiten.

»Wenn alles gut geht, werden die Jungtiere etwa Mitte Juli flügge und ziehen dann Mitte August gen Süden . Die Elterntiere fliegen erst ein bis zwei Wochen später los«, erklärt Schubert. Er ergänzt: »Am zweiten Bünder Storchennest – in Ahle – wird derzeit noch gebrütet. Ich rechne damit, dass die Küken dort an diesem Wochenende schlüpfen.« Allerdings sei die Situation am dortigen Horst etwas problematischer als im Elsebruch: »Weil die Vögel dort nur etwa 100 Meter von zwei großen Windkraftanlagen entfernt brüten.« Wie berichtet, war im benachbarten Enger vor einigen Wochen ein Storch gegen ein Windrad geflogen und später gestorben.

Nachwuchs auch in Enger

Weitere Storchennester in der Umgebung befinden sich derzeit in Bruchmühlen, Südlengern, Löhne, Hiddenhausen und Enger. In der Widukindstadt hätten Beobachter im dortigen Nest ebenfalls zwei Jungtiere entdecken können, berichtet Peter Schubert. Er sagt: »Wenn man bedenkt, dass wir vor zehn Jahren im Kreis Herford eigentlich keine Störche hatten, hat sich die Situation ja mittlerweile gut entwickelt.« Allerdings warnt der Naturfreund davor, noch mehr Nester aufzustellen. »Störche brauchen ein recht großes Revier. Zudem würde es bei zu vielen Tieren mit der Nahrungssuche schwierig. Ein Storch braucht 700 Gramm Futter am Tag, ein heranwachsendes Jungtier dieselbe Menge«, gibt Schubert zu bedenken.

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