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Modell-Landschaft soll in der ehemaligen Grundschule Ahle einen festen Platz finden

Waldmännchen haben neues Zuhause

Bünde  (WB). Happy-End für die Waldmännchen: Der von Museumstechniker Ulrich Franzrahe erstellte Freizeitpark im Miniformat wird nun doch nicht in irgendeiner Abstellkammer Staub ansetzen.

Hilko Raske

Harald Darnauer, Norbert Darnauer, Ulrich Franzrahe und Museumsmitarbeiter Waldemar Geis (von links) beim Abtransport der Waldmännchen. Foto: Hilko Raske

Nachdem diese Zeitung exklusiv darüber berichtet hatte, dass die Waldmännchen aufgrund von Platzmangel im Bünder Museum ein neues Zuhause suchen, hatte sich umgehend Norbert Darnauer bei Ulrich Franzrahe gemeldet. Darnauer, der für die UWG im Bünder Stadtrat sitzt und aktives Mitglied der Dorfgemeinschaft Ahle ist, hatte die Waldmännchen-Welt während des Museumsfestes gesehen – und war gleich begeistert davon. »Das steckt unendlich viel Arbeit drin. Es wäre viel zu schade, wenn das auf Nimmerwiedersehen in irgendeinem Keller verschwinden würde«, sagt Darnauer. Sein Wunsch: Die Miniaturwelt, die vor allem auch Kinder fasziniert, im Eingangsbereich der Kindertagesstätte, die in der ehemaligen Grundschule Ahle entstehen soll, unter Glas zu präsentieren. In dem Gebäude würden bereits Bastelkurse für Kinder angeboten  – »das ergänzt sich doch hervorragend und hat einen pädagogischen Nutzen«, betont Darnauer. Mit einem Anhänger kam er deshalb am Museum vorbei und nahm die Waldmännchen mit nach Ahle.

Fünf Quadratmeter groß

Franzrahe hatte die Waldmännchen-Welt anlässlich der Ausstellung »Unter Bäumen – der Mensch und der Wald« geschaffen. Entstanden war damals ein Vergnügungspark mit einer Fläche von etwa fünf Quadratmetern. Das Besondere daran: Alle Fahrgeschäfte, Gebäude, Requisiten und Akteure sind ausschließlich aus Materialien hergestellt, die man im Wald findet. Über eine Zeitspanne von neun Monaten hat Franzrahe die einzelnen Jahrmarktsattraktionen entworfen, in seiner Freizeit die Materialien dafür gesammelt und die Fahrgeschäfte konstruiert.

Zuerst fertigte Franzrahe technische Zeichnungen im Maßstab 1:20 an. Danach wurden die einzelnen Mini-Attraktionen konstruiert. Aber dabei blieb es nicht. In der äußerst detailreichen Waldmännchen-Welt entstanden nebenbei ein Hotel, ein Unterstand für den »Waldpunsch«, eine Grillecke oder eine Plattform für Bungee-Springer. »Die Szenen sollen dem Leben nachempfunden sein«, betont Franzrahe.

Dabei sei es ihm ganz wichtig, dass Kinder von der digitalen hin zur analogen Welt finden würden. Zu sehen war dieser »Erlebnispark« im Bünder Museum. Dort wurde er im Rahmen der Sonderausstellung »Unter Bäumen – der Wald und der Mensch« präsentiert. Besonders für Grundschulklassen und Kita-Gruppen war es eine Attraktion.

Der Museumstechniker zeigte sich erleichtert, dass die Waldmännchen nun ein neues Zuhause gefunden haben. Gerade für eine Kita sei das ein ideales Anschauungsobjekt, das Kindern sicher noch viel Freude bereiten werde, so Franzrahe.

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