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Bünder Umweltbeirat setzt auf Informationskampagne

Was hilft gegen wilden Müll?

Bünde  (WB). Etwa 15.000 Euro gibt die Stadt Bünde – und somit der Steuerzahler – jährlich für die Beseitigung von illegal entsorgtem Müll aus. Die Palette reicht dabei von Bauschutt über Wohnzimmergarnituren bis hin zu kompletten Badezimmereinrichtungen, die still und heimlich in der freien Natur abgeladen werden. Dabei handelt es sich keineswegs um ein Kavaliersdelikt. Wer Müll illegal am Straßenrand, auf Parkflächen oder im Wald entsorgt, begeht nämlich in der Regel eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße geahndet wird. Deren Höhe kann bei bis zu 100.000 Euro liegen.

Hilko Raske

Wilder Müll ist in Bünde ein Problem. Die Stadt gibt jährlich etwa 15.000 Euro für die Beseitigung aus. Mit einer Informationskampagne möchte der Umweltbeirat nun auf die Folgen dieser illegalen Entsorgung hinweisen. Foto: dpa

Aus Sicht des Umweltbeirates können wilde Müllablagerungen eine Gefährdung für Mensch und Tier darstellen. Zudem werde die Landschaft verschandelt. Um wilden Müll zu vermeiden, hat der Beiratsvorsitzende David Kupitz deshalb vorgeschlagen, dass Bürger beispielsweise in Form einer Postwurfsendung darüber informiert werden sollen, welche einfachen und kostengünstigen Möglichkeiten es gibt, Müll zu entsorgen. Über dieses Thema diskutierten nun die Beiratsmitglieder.

Debatte über Flyer

„Eine Postwurfsendung an alle Haushalte kostet je nach Gewicht etwa 100 Euro pro tausend Stück, für Bünde also etwa 2500 Euro plus Druckkosten“, heißt es in dem Antrag. Allerdings: Wenn auch alle Beiratsmitglieder sich generell dafür aussprechen, dass gegen wilde Müllablagerungen vorgegangen werden müsse, war man sich bei der Art und Weise, wie Bürger auf dieses Thema aufmerksam gemacht werden sollen, dann doch nicht ganz einig.

So äußerte Dirk Höke Zweifel daran, ob mittels eines Flyers illegale Müllablagerungen verhindert werden könnten. Den Leuten sei schon klar, dass man Müll nicht illegal entsorgen dürfe. Und Klaudia Plooij vertrat die Ansicht, dass ein Flyer keinen abschrecken würde, der vorhabe, Müll in der Landschaft zu entsorgen.

Wilden Müll melden

Mit dem Thema hatte sich auch Bernd Schneider, bei den Kommunalbetrieben der Stadt Bünde (KBB) zuständig für die Umweltberatung, beschäftigt. So soll bald die Möglichkeit bestehen, auf der Website der Stadt Bünde einfacher und mit hochgeladenen Fotos wilden Müll zu melden. In einem Schreiben an den Umweltbeirat verweist Schneider darauf, dass neben der Postwurfsendung die Information auch über den Abfallwegweiser der Stadt an alle Haushalte gelangen könnte: „Je nach Konzept des nächsten Abfallwegweisers – der gerade überarbeitet wird – wäre vielleicht eine Beilage oder auch nur eine Thematisierung im Inhalt möglich.“

Nach der Diskussion einigte sich das Gremium einstimmig auf Folgendes: Der Umweltbeirat empfiehlt der Stadt Bünde eine Seite über illegale Müllablagerungen und illegale Entsorgung von Gartenabfällen in den Abfallwegweiser mit aufzunehmen. Alternativ soll ein entsprechender Flyer erstellt werden.

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