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DAK-Chef nennt Rückgang in der Pandemie besorgniserregend

Weniger Früherkennung im Kreis Herford

Herford

Aus Angst, sich mit dem Corona-Virus anzustecken, haben auch viele Menschen im Kreis Herford den Besuch einer Arztpraxis im vergangenen Jahr vermieden. Dadurch sank auch die Zahl der Krebsvorsorge in erheblichem Ausmaß, wie die Krankenkasse DAK jetzt mitteilt.

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Die Zahl der Mammographie-Screening ging im vergangenen Jahr um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Foto: DAK

Die Corona-Pandemie hat zu einem deutlichen Rückgang der Krebsvorsorge geführt. So wurden von Januar bis September 2020 im Vergleich zum Vorjahr 17 Prozent weniger Screenings in westfälischen Arztpraxen durchgeführt. Das zeigt eine DAK-Sonderanalyse. Bei Hautkrebs-Untersuchungen war der Rückgang in NRW mit 28 Prozent besonders stark. Mammographie-Screenings sanken um 15 Prozent, Prostata-Screenings um 12 und Darmkrebs-Untersuchungen um 9 Prozent.

„Viele Patienten haben aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 einen Praxisbesuch vermieden. Der Rückgang der Krebsvorsorge ist besorgniserregend“, sagt Marco Britz, Chef der DAK-Gesundheit Kreis Herford.

Vor allem im Frühjahrs-Lockdown 2020 ging in NRW die Nutzung der Krebsfrüherkennung stark zurück. So wurden im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent weniger Screenings realisiert. Insbesondere Mammographie-Screenings (minus 43 Prozent) und Hautkrebs-Untersuchungen (minus 39 Prozent) gingen zurück. Die Anzahl der Prostata- und Darmkrebs-Screenings sank um rund 21 beziehungsweise 18 Prozent. Im dritten Quartal 2020 gab es lediglich bei der Mammografie Nachholeffekte (plus sechs Prozent). Die Zahlen bei Darm- und Prostatakrebs näherten sich an das Vorjahresniveau an, bei dem Hautkrebsscreening blieben die Werte mit 17 Prozent hinter dem Jahr 2019 zurück.

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