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Luftwaffe bringt sechs Kranke aus Schwaben in Krankenhäuser in OWL

Corona-Patienten in Paderborn angekommen

Paderborn/Büren

Die Bundeswehr hat am Freitag sechs weitere Intensivpatienten aus Schwaben zur Behandlung nach Nordrhein-Westfalen geflogen. Ein für Intensivtransporte ausgerüsteter Luftwaffen-Airbus  brachte die Kranken vom Allgäu Airport bei Memmingen nach Paderborn/Lippstadt.

Von dpa

Mit dieser Maschine kamen die Patienten aus Schwaben. Foto: Christian Müller

Um die Patienten vor den frostigen Temperaturen zu schützen, wurde von einer Katastrophenschutz-Einheit der Malteser in der Nähe des Flugzeugs in Memmingen ein beheiztes, aufblasbares Zelt aufgestellt. In Paderborn wurden sie in Intensiv-Fahrzeuge umgelagert. Laut Kreisleitstelle sind die Kranken alle intubiert und werden beatmet.

Ein Patient wird nach Lünen gebracht, einer ins Lukas-Krankenhaus in Bünde, einer ins Klinikum Herford, einer ins Brüderkrankenhaus, einer ins  St.-Vincenz-Krankenhaus (beide Paderborn) und ein weiterer in die Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe.

Bereits seit einigen Tagen werden Patienten aus Bayern in Krankenhäuser in anderen Bundesländern verlegt. So sollen in den wegen der Corona-Pandemie stark belasteten Kliniken im Freistaat Aufnahmekapazitäten geschaffen werden. Vor einer Woche sind Patienten aus Bayern  und Sachsen nach Bielefeld und in den Kreis Herford gebracht worden.

"Die heutige Ankunft der Bundeswehr-Maschine mit schwer erkrankten Corona-Patienten unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Flughafens Paderborn/Lippstadt für unsere Region", betont Airport-Gesachäftsführer Roland Hüser. Gerade auch in einer außergewöhnlichen Krisensituation erweise es sich als sehr vorteilhaft, dass Paderborn eine  gute Anbindung an den überregionalen und internationalen Luftverkehr habe. "Wir hoffen, dass diese Verkehrsinfrastruktur dazu beiträgt, das Leben der betroffenen Patienten zu retten. Auch für den umgekehrten Fall, wenn schwer kranke Menschen aus unserer Region verlegt werden müssten, kann unser Heimathafen sehr wertvoll sein", sagt Hüser.

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