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Mittelaltermarkt vom 4. bis 6. Juni im Museumsgarten – Imkerverein und Corona Historica laden ein

Dreitägiges Ritterspektakel zu Pfingsten in Bünde

Bünde

Feudale Lebensart, rustikaler Alltag, filigrane Kampfkunst sowie Handwerk, Kultur und Brauchtum aus mehreren Jahrhunderten: Die Stadt Bünde lädt in Kooperation mit dem Imkerverein Bünde und dem Bad Oeynhausener Verein Corona Historica am Pfingstwochenende zum Mittelaltermarkt auf die Bünder Museumsinsel ein.

Beim Mittelatlermarkt werden die Mitglieder von Corona Historica in Ritterrüstungen zu bestaunen sein. Foto: Heike Pabst

Drei Tage lang, vom 4. bis zum 6. Juni, stehen im Museumsgarten eben jene gut eintausend Jahre europäischer Geschichte zwischen Antike und Renaissance im Mittelpunkt, die bis heute gleichermaßen faszinieren als auch häufig romantisch verklärt werden.

Weitere Hinweise auf Veranstaltungen am langen Pfingstwochenende 2022 in Ostwestfalen gibt es hier.

Wie vielfältig das Mittelalter mit seinen diversen Epochen war, wollen die Akteure von Corona Historica einmal mehr mit einem hohen Anspruch an Authentizität darstellen. Aber ohne erhobenen Zeigefinger, sondern frei nach dem Motto „Geschichte zum Anfassen“ in gemütlicher Atmosphäre, mit viel Humor sowie familienfreundlichen Vorführungen und Mitmachangeboten. Mit über 50 Jahren Erfahrung gehört der Verein zu den renommiertesten Initiativen in der Region, die sich der mittelalterlichen Geschichte verschrieben haben.

„Wir werden ein Lager mit mehreren Zelten im Museumsgarten aufbauen und dort auch übernachten“, kündigt Burkhard Hildebrandt an. Das langjährige Corona-Historica-Mitglied wird als sein mittelalterliches Alter Ego „Berthold vom Wiehen“ in Bünde vor Ort sein und einen Vertreter des niederen Adels um 1250 darstellen – also gegen Ende des Hochmittelalters. „Wir laden die Besucher herzlich ein, uns im Lagerleben über die Schulter zu schauen, sich dazuzusetzen oder Fragen zu stellen.“

Burkhard Hildebrandt vom Bad Oeynhausener Verein Corona Historica als „Berthold vom Wiehen“, Ralf Grund vom Stadtmarketing und der Vorsitzende des Imkervereins Bünde Hans-Dieter Stevens (von links). Foto: Karl-Hendrik Tittel /Stadtmarketing Bünde

Die Bünder Falknerin Sara Russo wird während der gesamten sonntäglichen Öffnungszeit des Mittelaltermarktes vor Ort sein und mehrere Flugvorführungen geben.

Darüber hinaus wird historisches Handwerk gezeigt und beispielsweise ein Feldarzt oder ein Scharfrichter interessante Einblicke in seine jeweilige Disziplin gewähren. Burkhard Hildebrandt leitet auch die Fechtgruppe des Vereins, die an allen drei Tagen mehrere Darbietungen geben wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der historischen Kampfkunst nach den Überlieferungen von Johann Liechtenauer aus dem 14. Jahrhundert.

„Neben den Vorführungen bieten wir natürlich auch kindgerechte Einführungen in die mittelalterliche Fechtkunst an, und die großen und kleinen Besucher können unterschiedliche mittelalterliche Rüstungen anprobieren oder Waffen in die Hand nehmen.“

Das Mitmachen ist auch bei den historischen Tänzen gern gesehen, die die Akteure am Wochenende mehrfach aufführen werden. Für die passende Musik an den drei Tagen wird der Bad Salzuflener Musiker Henning Diekmann als „Henning der Barde“ sorgen. Mit Laute, Cister, Drehleier oder Schalimo und gut geölter Stimme wird er eine große Bandbreite mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Liedgutes zum Besten geben – von Schmäh- oder Minneliedern über Bänkelsang bis hin zu historischen Volksliedern.

Wann ist der Mittelaltermarkt in Bünde geöffnet?

Um die Bewirtung der Gäste kümmert sich der Imkerverein Bünde mit deftigen und süßen Speisen. Da in Ostwestfalen kein Fest ohne Bratwurst denkbar ist, wird diese ebenso frisch vom Grill angeboten wie Nackensteaks, serviert mit Krautsalat und Brötchen, und auch eine Kaffeetafel mit Kuchen steht bereit. „Passend zum mittelalterlichen Thema bieten wir eine Auswahl an selbst gemachten Met, Kirschmet und dem Honiglikör Bärenfang an und natürlich auch Bier sowie kalte nichtalkoholische Getränke“, so Imkervereinsvorsitzender Hans-Dieter Stevens.

Es werde ein Schaukasten aufgebaut, wo man Bienen hinter einer Glasscheibe genau beobachten kann; auch Honig kann erworben werden.

„Der Mittelaltermarkt ist am Samstag von 10 bis 20 Uhr, am Pfingstsonntag von 11 bis 20 Uhr und am Pfingstmontag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt, auch zu den Museen, ist an den drei Tagen kostenfrei“, sagt Ralf Grund vom Stadtmarketing.

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