1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Enger
  6. >
  7. 1,5 Millionen Euro Förderung möglich

  8. >

Zweiter Zuschuss-Topf für die Erweiterung des Gartenhallenbades gefunden

1,5 Millionen Euro Förderung möglich

Enger (WB). Die Stadtverwaltung Enger hat neben den Städtebauzuschüssen des ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) einen weiteren Fördertopf aufgetan, aus dem ein Großteil der Erweiterung des Gartenhallenbades finanziert werde könnte.

Ruth Matthes

Das Gartenhallenbad in Enger soll um einen Ruhebereich und ein Kinderbecken erweitert werden. Die Stadtverwaltung hofft, die Baumaßnahme zu einem großen Teil aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten finanzieren zu können. Foto: Christina Bode

Wie Thomas Holz, Leiter der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger, den Mitgliedern des Betriebsausschusses erläuterte, habe das NRW-Ministerium für Kommunales und Bau einen Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten aufgelegt, der eine Höchstfördersumme von 1,5 Millionen vorsieht. Die Kosten der Erweiterung des Gartenhallenbades um ein Kinderbecken und einen Ruhebereich soll voraussichtlich 2,1 Millionen Euro kosten. Der Stadt bliebe also ein Eigenanteil von 600.000 Euro.

Zeitdruck

Der Haken an der Sache: Es handelt sich um ein Programm, das eine schnelle Umsetzung zum Ziel hat. „Die 100-prozentige Förderung, die bei 1,5 Millionen Euro gedeckelt ist, gilt nur für das Jahr 2020“, so Holz. Danach würden die Fördersätze sinken.

Bezuschusst werden Gebäude und Einrichtungen, die zur Ausübung einer oder mehrerer Sportarten dienen und Anlagen für Breitensport, die die körperliche Fitness, den Ausgleich von Bewegungsmangel sowie Spaß und Sport fördern. Der Förderantrag muss bis zum 16. Oktober eingereicht werden, ein Ratsbeschluss und eine baufachliche Prüfung für die Maßnahme müssen vorliegen, die Maßnahme muss bewilligungsreif sein und eine zeitnahe Realisierung dargelegt werden können. Die Liste der geförderten Projekte will das Ministerium bereits im Dezember herausgeben.

Zweigleisig

„Um da drauf zu stehen, arbeiten wir derzeit mit dem Ingenieurbüro Dammeyer mit Hochdruck daran, die Bewilligungsreife zu erreichen“, so Holz. Ein erstes Gespräch mit dem Kreis Herford habe es bereits gegeben. Die Bauvoranfrage sei gestellt.

Sollte die Stadt bei der Sportförderung keinen Erfolg haben, kann sie immer noch über das ISEK (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) eine Förderung von 70 Prozent der Kosten erhalten. In der Maßnahmentabelle des ISEK steht das Bad bereits. „Ich schlage vor, dass wir zweigleisig fahren und Anträge auf beide Förderungen stellen“, erklärte der Betriebsleiter. „So entlasten wir unter Umständen das ISEK-Budget.“ Politiker aller Parteien äußerten sich zustimmend zu diesem Vorgehen und begrüßten die zügige Entwicklung beim Gartenhallenbad.

Startseite
ANZEIGE