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Neue Kita an der Professor-Vormfelde-Straße startet im Oktober den Betrieb

52 Kinder können bald einziehen

Enger (WB). Noch bestimmen Handwerker das Bild, ab Oktober sollen aber die Kinder das Regiment im Kita-Neubau an der Professor-Vormfelde-Straße übernehmen.

Christina Bode

Bürgermeister Thomas Meyer (von links), Einrichtungsleiterin Anna-Lena Baake, Superintendent Michael Krause, Landrat Jürgen Müller, Regine Henneken (Kirchenkreis) und Petra Eggert-Höfel (B&S) begutachten den Balkon, der auch zum Spielen genutzt werden soll. Foto: Christina Bode

Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in den vergangenen Jahren so stark gestiegen, dass die Stadt Enger und das Jugendamt des Kreises Herford die Schaffung von zwei weiteren Kindertageseinrichtungen für notwendig erachtet haben. Nachdem das Wohnhaus, das zuvor auf dem Eckgrundstück stand, nicht mehr bewohnt war, begann die Bau- und Siedlungsgenossenschaft (B&S) im Februar mit dem Bau der Kita „Emmaus“. Auf einer Fläche von 630 Quadratmetern investiert die B&S hier knapp 1,9 Millionen Euro. Der Kirchenkreis mietet das Gebäude an.

Höhe nutzen

Viele Gespräche mit dem Landesjugendamt habe es gebraucht, bis die Kita so genehmigt wurde, wie sie heute steht, erklärt Landrat Jürgen Müller. Zum Beispiel sei es sonst nicht üblich, Kindergärten auf zwei Etagen zu bauen. „In unserem zersiedelten Kreis müssen wir aber auch die Höhe nutzen“, sagt Müller.

So können nun im unteren Bereich zehn Kinder zwischen vier Monaten und drei Jahren spielen, oben sind zwei Gruppenräume entstanden – einer für 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und einer für 22 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Per Aufzug sind alle Räume barrierefrei erreichbar – und auch das Mittagessen, das vor Ort frisch gekocht wird, kann problemlos ins Obergeschoss gebracht werden.

Naturnaher Garten

Eine Herausforderung, so erklärt Regine Henneken, Fachberatung für Kitas beim Kirchenkreis Herford, sei die Gestaltung des kleinen Außenbereichs gewesen. Der Garten werde naturnah angelegt, außerdem wurde der Balkon so konzipiert, dass Kinder hier auch sicher spielen können. „Wir werden mit den Kindern aber auch viel in der Natur unterwegs sein“, sagt Henneken.

Auch Parkplätze stünden vor Ort nicht in ausreichender Menge zur Verfügung. „Erzieher können an der Kesselstraße und bei der Diakonie parken. Bei Eltern wollen wir auch dafür werben, zu Fuß in die Kita zu kommen“, sagt Bürgermeister Thomas Meyer.

Schon Betreuung im Gemeindehaus

In der ersten Oktoberwoche werden die 52 Kinder dann an die Professor-Vormfelde-Straße ziehen. Einrichtungsleiterin Anna-Lena Baake betreut mit einem kleinen Team seit einem Jahr 23 Kinder im Gemeindehaus Enger. Zwei Kinder sind in der ev. Kita Falkenhorst untergebracht. „Wir danken allen Eltern, die es möglich machen konnten, ihre Kinder bis Oktober zu Hause zu betreuen“, sagt Anna-Lena Baake.

Auch sei sie froh, trotz Erziehermangels, alle Planstellen mit kompetenten Mitarbeitern besetzen zu können. Gestern Nachmittag durften sich die ersten Kinder ihre neue Unterkunft zum ersten Mal anschauen „und waren begeistert“, sagt Baake.

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