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Winterkino mit Abendessen im ausverkauften Widukind-Museum

Agentenfilm in heimeliger Atmosphäre

Enger (WB). Verdeckte Ermittlungen können gefährlich sein. Nicht so, wenn der Stammtisch Barmeierplatz am Werk ist. Dann sind sie vor allem eines: lecker.

Daniela Dembert

Foto: Dembert

Die Kinogruppe des Vereins hatte am Samstagabend zum Winterkino mit Abendessen ins Widukind-Museum geladen. Ausverkauft war die Veranstaltung schon lange, obwohl der Stammtisch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen den Titel des gezeigten Films nicht preisgab.

Gemeinsames Essen im Vordergrund

„Anders als beim Sommernachtskino haben wir bewusst auf weitere Programmpunkte verzichtet und das gemütliche, gemeinsame Essen in den Vordergrund gerückt”, sagte Stammtisch-Mitglied Birgit Nothbaum-Leiding.

Zu sehen bekamen die Besucher die deutsche Produktion “Kundschafter des Friedens” aus dem Jahr 2017 mit Henry Hübchen in der Hauptrolle. Der ehemalige DDR-Spion Jochen Falk wird vom Bundesnachrichtendienst engagiert, um den entführten BND-Agenten Frank Kern sowie den verschwundenen designierten Präsidenten der beiden fiktiven Ex-Sowjetrepubliken Katschekistans wiederzufinden. Falk willigt unter der Bedingung ein, sein ehemaliges Team für diese Mission reaktivieren zu können.

Gemeinsam mit Technik-Ass Jaecki, Organisator Locke und dem ebenfalls in die Jahre gekommenen Romeo-Agenten Harry macht er sich in Begleitung von BND-Agentin Paula auf den Weg. Angekommen in Katschekistan, das die vier Senior-Spione einst kannten wie die eigene Westentasche, müssen sie feststellen, dass auch hier die Zeit in den vergangenen 25 Jahren nicht stehengeblieben ist.

Peilsender sollen nun nicht mehr in Schuhsohlen versteckt sondern durch winzige unter die Haut injizierte Chips ersetzt werden, GPS-Satellitendaten sollen Landkarten ersetzen. Das ist den vier Oldschool-Agenten entschieden zu heikel.

Gespickt mit humorigen Andeutungen auf den innerdeutschen Konflikt ist „Kundschafter des Friedens” eine Hommage an den Agentenfilm an sich. Mit Anspielungen geizte auch das Cateringteam nicht.

Menü mit ostdeutschen und russischen Gerichten

Hinter den „verdeckten Ermittlungen” verbargen sich Teigtaschen mit vegetarischer Füllung. Das „kleine Blutbad” entpuppte es sich als Rote Beete-Salat. Und auf echt „beklopste” Mission gingen die Besucher mit dem Verzehr von Königsberger Klopsen. Das Dessert dann schwarz auf weiß: Muffins nach Art russischen Zupfkuchens. „Wir haben mit den Speisen ein paar ostdeutsche und russische Gerichte aufgreifen wollen und haben ihnen Namen gegeben, die auf Filmszenen anspielen”, erklärte Birgit Nothbaum-Leiding die Menüwahl.

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