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Gleichstellungsbeauftragte aus Enger und Spenge laden zu viel Kultur und Fachvorträgen ein

Aktionsmonat zum Weltfrauentag

Enger/Spenge

Der Weltfrauentag wird seit mehr als 100 Jahren am 8. März begangen. Anlässlich dieses Datums veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft (AG) der Gleichstellungsstellen im Kreis Herford verschiedene Aktionen zu frauenrelevanten Themen.

Von Daniela Dembert

Die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Enger und Spenge, Ulrike Harder-Möller (links) und Birgit Mucha weisen auf den Weltfrauentag am 8. März und den Tag der geschlechtergerechten Bezahlung, den „Equal Pay Day“, hin. Foto: Daniela Dembert

Noch immer sei die Gleichstellung von Frauen und Männern in vielen Lebensbereichen nicht gegeben. „Uns geht es darum, eine Öffentlichkeit und ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen“, sagt Engers Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Harder-Möller.

Statistisch gesehen verdienten Frauen in Deutschland immer noch 18 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen in vergleichbaren Positionen. Sie übernähmen selbstverständlich die unbezahlte Sorge-, Pflege- und Hausarbeit. Unter dieser Mehrfachbelastung leide nicht nur die Gesundheit. Die aus familiären Gründen verringerte Erwerbstätigkeit führe häufig in die Altersarmut.

„Wären Frauen und Männer gleich bezahlt, hätten die Ehegatten eine wirkliche Wahl bei der Frage, wer im Bedarfsfall für die Erziehung der Kinder zuhause bleibt“, sagt Birgit Mucha, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Spenge.

Der 29. Februar ist der Equal Care Day. Bewusst liegt dieser Tag auf einem Datum, das nur alle vier Jahre im Kalender auftaucht. „Dieser Umstand soll darauf verweisen, dass Frauen im Vergleich zu Männern die vierfache Pflegeleistung erbringen“, so Harder-Möller.

Vom 26. Februar bis 30. März laden die Gleichstellungsstellen und die AG zu einer Reihe von Fachvorträgen, Kultur- und Informationsveranstaltungen ein. Thematisiert werden unter anderem Altersarmut, die Minijobfalle, Frauengesundheit, Gewalt gegen Frauen und Mädchen und gendergerechte Sprache. „Und weil das ja manchmal recht trockene Themen sind, haben wir mehrere lustige, unterhaltende Veranstaltungen im Programm“, sagt Birgit Mucha. Den Auftakt gibt am kommenden Samstag um 19 Uhr das Frauenkabarett „Female Voices“ im Stadttheater Herford.

Ulrike Harder-Möller

Vom 28. Februar bis 8. März wird auf Instagram unter @gleichstellung_agkreisherford, den Websites der Kommunalverwaltungen und unter www.arbeitsmarkt-expertinnen.de täglich ein Statement zu einem frauenpolitischen Sachverhalt veröffentlicht.

Am Freitag, 4. März, wird die „Kommunalpolitik in Frauenblick“ genommen. Gemeinsam mit der Herforder Gleichstellungsbeauftragten besuchen Interessierte eine Ratssitzung.

„Leider muss das Frauenkulturfest Engers und Spenges zum dritten Mal in Folge wegen Corona ausfallen“, bedauert Harder-Möller. Ein Zeichen wolle man vor Ort trotzdem setzen. So werden vom 7. bis 21. März vor den Rathäusern Flaggen wehen, die an den internationalen Frauentag beziehungsweise den Equal Pay Day erinnern.

Das komplette kreisweite Programm ist auf den Internetseiten der Kommunen sowie auf dem Instagram-Account der Gleichstellungs-AG des Kreises einsehbar. Der Programmflyer liegt außerdem in den Rathäusern und Büchereien in Enger und Spenge aus.

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