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Müll und Sachbeschädigungen im Umfeld der Grundschule Belke-Steinbeck werden zum dauerhaften Problem

Anwohner verdächtigen Jugendliche

Enger (WB)

Regelmäßig beseitigt das Team der Grundschule Belke-Steinbeck zerbrochene Flaschen und Müll auf dem Gelände. Vor allem nach Wochenenden sieht es auf dem Schulhof zuweilen verheerend aus. Erst kürzlich waren 17 Gehwegplatten auf dem Pausenhof aus ihrem Bett gehoben worden.

Daniela Dembert

Auf diesem Schild ist zu lesen, wie man sich auf diesem und anderen Schulhöfen zu verhalten hat. Einige Jugendliche treiben es zu bunt und verärgern die Leitung und Anwohner der Grundschule Belke-Steinbeck. Foto: Daniela Dembert

Das ärgert nicht nur das Kollegium, auch Anwohner sind sauer, denn die Fälle von Vandalismus erstrecken sich auch auf das nähere Umfeld der Schule. „Das nimmt mittlerweile Überhand. Vor Kurzem wurden entlang der Straße Mülltonnen umgeschmissen. Auch an der Pferdekoppel gegenüber der Schule wurde schon randaliert. Latten wurden vom Zaun abgetreten und sogar einige der Pfosten rausgerissen“, sagt Michaela Fillies. Die Anwohnerin der Hermannstraße ist empört, denn auf die Wiese an der Humboldtstraße werden regelmäßig Pferde zum Grasen geführt.

Dem Besitzer des Grundstücks entstünden Kosten, von der Reparaturzeit ganz zu schweigen. Blödsinn mache doch jeder in seiner Jugend, räumt Fillies ein, aber das mutwillige und vor allem grundlose Zerstören kann die Mutter von zwei Teenagern nicht nachvollziehen. „Respekt vor fremdem Eigentum ist Erziehungssache“, findet sie.

Attraktiv für die Jugendlichen, die sich in unregelmäßigem Turnus spät abends auf dem Schulhof treffen, scheint die Außen-Notbeleuchtung unter der breiten Überdachung auf dem hinteren, nicht vor der Humboldtstraße aus einsehbaren Teil des Schulhofes zu sein. Hier finden sie ein windgeschütztes, trockenes und beleuchtetes Plätzchen. „Wenn die sich ruhig verhielten, hätte mit Sicherheit niemand etwas dagegen. Irgendwo müssen sich Teenager ja treffen können“, sagt Fillies. Sie schätzt die Täter auf eine Gruppe von fünf bis sieben Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren.

„Immer mal wieder“ sei der Vandalismus an der Schule ein Problem, bestätigt Schulleiterin Christiane Kuhlmann. Zweimal seien bereits Altpapiercontainer angesteckt und mehrfach die Lichtglaskuppeln des Flachdachs beschädigt worden. „Wir haben auch schon Hausverbote gegen Kinder ausgesprochen, die auf das Dach geklettert sind. Das war allerdings tagsüber und diejenigen waren jünger, gehören nicht zu denen, die Nachts randalieren.“

Regelmäßig patrouilliere der Hausmeister spät abends noch einmal über das Gelände, könne sich aber nicht die ganze Nacht auf die Lauer legen. Ganz ähnlich geht es der Polizei.

„So etwas passiert an allen Schulen immer mal“, sagt Polizeisprecher Uwe Maser. Damit die Beamten über routinemäßiges Vorbeifahren hinaus tätig werden können, müssen sie die Randalierer auf frischer Tat ertappen. Sonst gebe es keine Anhaltspunkte. „Dafür ist es hilfreich, wenn Anwohner, die etwas bemerken, uns direkt kontaktieren“, appelliert Maser.

Michaela Fillies richtet ihre Bitte auch an Eltern, zu hinterfragen, wo sich ihre Sprösslinge in Zeiten des Lockdown denn tatsächlich spät Abends aufhielten. „Schließlich herrscht Kontaktsperreund die sitzen da in größerer Gruppe“, gibt sie zu bedenken.

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