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260 Besucher kommen zum Rocktober-Festival in den Sportpark

Ausgedehnte Gitarrensoli und viel Show

Enger (WB). Wenn die Beat-Veteranen »Percy and the gaolbirds« zum Konzert rufen, eilen die Engeraner herbei. So auch am Samstag beim Rocktober-Festival im Sportpark.

Daniela Dembert

Die Headliner »Fall Out« rocken die Bühne mit einer explosiven Mischung aus echten Rockklassikern, Publikumsnähe und kleine Showeinlagen inklusive Foto: Daniela Dember

Jedoch traten Wolfgang »Percy« Oehme, Heinz-Wilhelm »HeiWi« Ebke, Bernd Rösner, Wolfgang Ebke und Wigbert Pieper nicht für den eigenen Ruhm an sondern als Eröffnungsband für einen Abend, der im Zeichen der Förderung musikalischer Vielfalt und Nachwuchstalente in der Region stand.

260 Gäste hören vier Bands

Etwa 260 Gäste waren gekommen, um den vier Bands zu lauschen, die sich neben »Percy« beim Verein Enger impulsiv um einen Auftritt beworben hatten.

»Eine sehr stimmige Mischung«, lobte Gitarrist Jörg Westphal, der mit der Gruppe »Why-aye man« auf der Bühne stand, die Zusammensetzung des Abends, an dem die Musiker mit allerlei Facetten des Rock antraten. Nach »Percy« sorgte die Bielefelder Band »Rosegarden« für den richtigen Ton. Mit ihrem Sound, der sich irgendwo zwischen Indie und Hardrock bewegt, lieferten die Vier eine solide Performance und Hörgenuss für all jene, die auf Gitarrenrock in klassischer Besetzung stehen. Das Quartett war in diesem Sommer schon auf mehreren Bühnen der Region zu sehen und überzeugte auch in Enger mit seinen Songs Marke »Eigenbau«.

»Wir denken, dass sind Werte, hinter denen wir alle stehen können«, sagte Sänger Patrick Renner über das Motto »für Toleranz und Weltoffenheit«, unter das die Organisatoren das Festival gestellt hatten, und rief die Besucher zur Unterzeichnung des Engeraner Manifests auf, das an diesem Abend auslag und von Bernd Rammler, Mitglied der Manifest-Initiativgruppe, informierend begleitet wurde.

Nächster Act waren »Why-Aye man«. Die vierköpfige Formation um die Frontfrau Kathryn Fensome setzt sich zusammen aus Mitgliedern einer Queen- und einer Dire Straits-Coverband. Die musikalische Vorliebe von Gitarrist Jörg Westphal lässt sich schon am Instrument ablesen: er spielt auf einer Special Red, der Gitarre von Queen-Gitarrist Brian May. Einige wohlplatzierte Cover wie »Knockin’ on heavens door« rundeten das Programm aus Eigenkompositionen mit ausgedehnten Gitarrensoli ab. Schwere Gitarrenriffs und selbst geschriebene Texte machen den Sound von »Burning Lizzard« aus. Die Musiker um den gebürtigen Engeraner Sänger Mario Bunte sind fleißig unterwegs. Dem Auftritt beim Rocktober folgte einen Tag später ein Gig in der Extra-Bluesbar in Bielefeld.

Der Mann mit dem Zylinder und seine Horde machten den Abschluss. Alles was kracht, steht bei den vier Jungs von »Fall Out« auf der Setlist. Songs von Nirvana, AC/DC, den Ramones und den Beasty Boys tischt die Band dem Publikum auf und ist neben musikalischem Können auch noch mit ordentlich Show unterwegs.

»Das schreit doch nach einer Wiederholung«, findet Besucher Eckhard Wehmeier. Diesbezüglich wollen sich die Organisatoren noch nicht festlegen.

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