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A-Capella-Gruppe singt in der Kirche Westerenger

„Barberpapas“ mit Witz und Charme

Enger (WB). Für einen von ihnen ist es ein gefeiertes Heimspiel: Das A-Capella-Quartett Barberpapas sorgte am Sonntagnachmittag für volle Sitzreihen und tosenden Applaus in der Kirche Westerenger.

Daniela Dembert

Ihr Name ist eine Anspielung auf eine Fernsehserie in der Kindheit und auf den A-Capella-Stil Barbershop, den sie vertreten. Die Barberpapas (von links) André Biermann, Jan Liermann, Fabian Strothmann und Lucas Bitzer singen in der Westerengeraner Kirche. Foto: Daniela Dembert

Der Engeraner André Biermann sang mit seinen Ensemblekollegen Jan Liermann, Fabian Strothmann und Lucas Bitzer im Altarraum mit bemerkenswertem Volumen und sattem Klang. Die zahlreichen Zuhörer bekamen eine perfekte Show geboten.

Vierstimmiger A-Capella-Gesang

Die vier Vollblutmusiker lieferten vierstimmigen A-Capella-Gesang im Barbershop-Stil und glänzten mit lockerem Witz, einer gehörige Portion Charme und unmittelbarer Publikumsnähe. Barbershop entstand im Amerika der 20er Jahre und zeichnet sich durch vier vollwertige Gesangstimmen aus. Anders als in A-Capella-Sparten, in denen einer oder mehrere Sänger häufig Instrumente nachahmen.

Zum Repertoire gehörten Songs wie „Somewhere over the rainbow”, „Blackbird” von den Beatles und „Moondance” von Van Morrison. Aber auch vor Melodien schillernder Disney-Produktionen wie Michael Boltons „Go the distance” aus dem Film Hercules, Musicalstücken und Traditionals macht das Quartett nicht Halt.

Einen besonderen Moment gestaltete das Ensemble für André Biermanns Mutter, die 2019 einen runden Geburtstag feierte. „André hat damals alles versucht, um uns nach Westerenger zu bekommen, damit wir für sie „Bring him home” aus dem Musical Les Misérables singen. Das hat leider nicht geklappt, jetzt holen wir das nach”, sagte Fabian Strothmann.

Zuschauer wurden eingebunden

Weniger emotional als viel mehr humorig ging es im “interaktiven“ Teil des Konzerts zu. „Haben Sie denn das Kleingedruckte auf ihren Eintrittskarten gar nicht gelesen?“, scherzte Strothmann und animierte die Besucher, sich in verschiedene Stimmlagen aufzuteilen und mitzusingen.

Sehr erfolgreich und engagiert ist Tenor Lucas Bitzer in der Barbershop-Szene unterwegs. Auch ihn nimmt der Sangeskollege hops, indem er sich nach einer besonders hohen Gesangspassage Bitzers ans Publikum wendet und versichert, Bitzer sei „ein ganzer Mann. Wie er das mit den hohen Tönen macht, wissen wir nicht, er kann’s einfach.”

„Wir hoffen, Euch hier wieder begrüßen zu dürfen”, wandte sich Pastor Stephan Horstkotte an die Sänger. „Ich bin begeistert von dem langen Atem und dem Stimmvolumen”, schwärmte Konzertbesucherin Peggy Föste.

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