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Jens Kosmiky verzaubert das Publikum bei einem Gartenkonzert in Enger

Blödeleien und Romantik

Enger (WB/tm). Ungewöhnliche Zeiten fördern so manchen ungewöhnlichen Veranstaltungsort zutage, wie das Gartenkonzert mit Jens Kosmiky am Samstag gezeigt hat. In einem Garten mitten in Enger, mit einer sanft abfallenden Wiese mit viel Platz und einer Naturbühne am Fuße mächtiger Bäume vor spektakulärem Sonnenuntergang sorgte der Sänger für reichlich Atmosphäre.

Von Mike Krügers „Nippel“ bis zu Simon & Garfunkels „Sound of Silence“: Jens Kosmiky hat mehr als eine Seite. Foto: Thomas Meyer

Dass der frühere „Trio-Infernale“-Frontmann noch immer die ganze Klaviatur seines ganz speziellen Blödel-Bardentums beherrscht, das musste er natürlich vorab klar- und unter Beweis stellen. So gab es den „Nippel“ von Mike Krüger und ein Feuerwerk launiger Anmoderationen. Später schaltet Kosmiky um auf romantischere Songs wie „Angels“ von Robbie Williams, zeigte dabei, dass er das Pianospiel ebenso beherrscht wie seine Gitarre. „Sound of Silence“ von Simon & Garfunkel, das sich seine Frau gewünscht hatte, sorgte für Gänsehautmomente inmitten dem mit bunten Lampen und Lichterketten geschmückten Garten.

Abschied im Mondschein

„Musik ist Leben“, sagt Sebastian Dold vom Verein Wittekinds Kultur, der unter diesem Motto eine Konzertreihe ins Leben gerufen hat, mit der Kultur und Live-Musik unter den aktuellen Einschränkungen präsentiert werden sollen. Wenn sonst niedrige Besucherzahlen eher zu Schnappatmung geführt hätten, ist es momentan Aufatmen, dass alle Regeln eingehalten werden können. „Abstand und Rücksicht müssen sein“, betonte Dold und hat daher auch ein Schutzkonzept für die Konzerte ausgearbeitet und kooperiert eng mit dem Ordnungsamt. „Doch Musik ist auch wichtig, denn es hilft ja nicht, wenn wir alle zwar körperlich gesund sind, aber psychisch einen Knacks bekommen.“

Dold bestritt das Vorprogramm als Body von den Helden, begleitet von Christian Szameit am Keyboard, und interpretierte vor allem Songs mit deutschen Texten, unter anderem von seinem Volkslieder-Album „Kein schöner Land“. Später dann gab er das Zeichen zum Aufbruch, denn an ungewöhnlichen Orten muss nun mal zu gewöhnlichen Zeiten alles ruhig sein. Und so verließen die Gäste im Mondschein den Garten, beseelt von guter Musik und guter Gemeinschaft.

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