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In Enger-Mitte werden Fundamente für Module gelegt

Container für Grundschüler kommen

Enger (WB). Hinter der Grundschule Enger-Mitte am Ende der Poststraße wird derzeit fleißig gearbeitet. Bauarbeiter haben damit begonnen, das Fundament für die Container zu legen, die dort errichtet werden sollen, um die Raumnot der Schule zu lindern.

Ruth Matthes

Hinter der Grundschule Enger-Mitte an der Poststraße wird gebaut. Hier entsteht gerade das Fundament für die Schulcontainer, die Ende Mai angeliefert werden. Vier Klassenräume samt Nebenräumen stehen den Kindern dann zur Verfügung. Foto: Ruth Matthes

„Sobald alle vorbereitenden Arbeiten erledigt und alle Leitungen in den Boden gelegt sind, werden die Container aufgebaut“, erklärt Bürgermeister Thomas Meyer. „Ich gehe davon aus, dass die Module dafür am 26. und 27. Mai geliefert werden.“ Sie werden dann vor Ort zu vier Klassenräumen mit vier Nebenräumen zusammen gebaut. „Dies ermöglicht einen differenzierten Unterricht“, sagt der Bürgermeister. „So können die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt und speziell gefördert werden.“ Auch Toiletten und ein Putzmittelraum sind vorgesehen. Die Container sollen zweistöckig angeordnet werden. Sie bieten 550 Quadratmeter zusätzlichen Raum.

Schülerzahl stark gestiegen

Nach dem Aufbau der Module geht es mit dem Innenausbau weiter. Der Boden muss verlegt, Stromanschlüsse gelegt und weitere Installationsarbeiten vorgenommen werden.

Hintergrund der Bauarbeiten ist, dass die Grundschule aus allen Nähten platzt. „In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Schüler stark gestiegen – sowohl was den Vormittagsunterricht angeht als auch den offenen Ganztag“, erklärt Meyer.

650.000 Euro Kosten

Dass es so lange gedauert hat, bis die Containerlösung realisiert werden konnte, liege einerseits daran, dass man sich darauf geeinigt habe, gebrauchte Module zu kaufen, erläutert Meyer. Die mussten erst einmal zur Verfügung stehen. Außerdem habe es gedauert, bis die Baugenehmigung erteilt worden sei. Die Kosten der Containerlösung betragen rund 650.000 Euro.

„Für dieses Geld sollen die Container natürlich keine kurzfristige Lösung sein“, so der Bürgermeister, „zwei bis drei Jahre werden wir sie sicherlich benötigen.“ Ziel sei es, die Raumnot an der Poststraße dauerhaft zu beheben – sei es durch einen Neubau oder einen Umbau.

Kein Dauerzustand

„An dem Vorhaben müssen wir festhalten, auch wenn wir Steuerausfälle wegen Corona haben“, ist Meyers Überzeugung. „Wir können die Kinder nicht die nächsten 20 Jahre darin unterrichten“, betont er. Auf Dauer müsse auch Barrierefreiheit gewährleistet sein, was jetzt nicht der Fall sein werde.

Die Verwaltung wird der Kommunalpolitik in der nächsten Planungsausschusssitzung ihre Vorstellungen zu dem Thema zur Beratung vorlegen. Bisher wurden drei Möglichkeiten diskutiert: die Errichtung eines Ersatzbaues für den Schulpavillon von 1952 sowie der Umbau des vorhandenen Gebäudes an der Poststraße, der Neubau eines Schulgebäudes am jetzigen Standort oder der Neubau an einem anderen Standort.

Neubau für 10 Millionen

Ein Neubau am jetzigen Standort würde nach Schätzungen der Verwaltung 10 Millionen Euro kosten. Der Ersatz des Pavillons und der Umbau des vorhandenen Gebäudes zusammen an die 4 Millionen Euro.

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