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Austausch und Vorträge bei der achten Demenztagung im Johannes-Haus

Demenz-Arbeit weiterentwickeln

Herford/Enger (WB). 63 Interessierte kamen zur achten Demenztagung im Johannes-Haus Herford zusammen, um sich über das Zusammenspiel von nationalen Demenzstrategien und lokalen Netzwerken zu informieren.

Menschen mit Demenz brauchen besonders viel Zuwendung. Foto: dpa

Der Generationentreff Enger und das Johannes-Haus veranstalteten diese Tagung gemeinsam auch unter dem Aspekt, die strategische Ebene mit den Erfahrungen der Praxis zu verbinden.

»Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz«

Ausgangspunkt für die Entwicklung von Zielen und Maßnahmen sind die Situation und die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz. Im Rahmen von vier Handlungsfeldern, die die Allianz für Menschen mit Demenz unterschieden, gelte es, Handlungsbedarfe festzustellen. An diesem bundesweiten Projekt »Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz« haben der Generationentreff Enger mit der Alzheimer Beratungsstelle und das Haus Stephanus aus Hiddenhausen von 2014 bis 2017 teilnehmen dürfen.

Gesellschaftliche Teilhabe

Handlungsfelder der beiden Initiativen aus dem Kreis Herford waren und sind die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit und ohne Demenz und ihrer Angehörigen in den einzelnen Kommunen, den Bekanntheitsgrad vom Thema Demenz mit dem Projekt »Kraftquellen in der Demenz« zu steigern, die Schaffung von Unterstützungs- und Begegnungsformen mit den Bürgern zu erweitern und neu zu schaffen, mit dem Projekt »Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz« den Auf- und Ausbau sowie die Begleitung von Demenz-Selbsthilfegruppen in den neun Kommunen im Kreis Herford verbunden mit der interkommunalen Vernetzung im Kreis Herford, als auch die Ausweitung vom Netzwerkknotenpunkt Demenz im Generationentreff für das ehrenamtliche Engagement.

Von den Verantwortlichen ist geplant, dieses im Einklang mit dem Demenzverbund Herford zu installieren, um die in den zurückliegenden Jahren gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse auf lokaler, überregionaler und internationaler Ebene explizit an die betroffenen Menschen, pflegenden Angehörigen und engagierten Bürger weitergeben zu können.

Nationale Demenzstrategie

Neben weiteren Informationen berichteten Manuela Schock, Karin Alex und Günter Niermann über den Verlauf und Stand einer nationalen Demenzstrategie aus dem Landkreis Hildesheim, mit der strategischen Ebene und den Erfahrungen aus der Praxis mit den Projekten »Kraftquellen in der Demenz« und dem Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Demenz im Kreis Herford.

Ein besonderes Thema war hier auch die Situation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen während eines Krankenhausaufenthaltes.

Manuel Stender, Referent aus dem Landkreis Hildesheim, wusste darüber zu berichten, wie Kommunen gemeinsam mit Akteuren aus allen gesellschaftlichen Bereichen die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aus dem Landkreis Hildesheim nachhaltig verbessern wollen, und informierte über Aufbau, Aktivitäten und Entwicklung der Demenz-Netzwerk-Region Hildesheim. So war auch die Einbindung von Hausarztpraxen verbunden mit der Informationsmappe Demenz ein wichtiges Thema bei der Entwicklung.

Thema Demenz im Kreis Herford

Mit beiden Vorträgen konnten die Teilnehmer der Tagung sehr schnell die strategische Ebene mit den Erfahrungen der Praxis verbinden. Zum Ende der Tagung referierte Professor Dr. Reimer Gronemeyer, Vorsitzender der Aktion Demenz, über Demenzstrategie und lokale Demenzinitiativen. Er sieht das Zusammenspiel von Professionalisierung und Engagement der Initiativen vor Ort bei der Demenzstrategie vor allem bei dem Miteinander, welches er als unabdingbar hält. Gleichzeitig befürchtet er aber auch mit der Verabschiedung der Demenzstrategie auf Bundes- oder Landesebene, dass die Gesetzgebung nur den »Deckel« drauflegen möchte. Er sei immer wieder bei seinen Besuchen im Kreis Herford von den verschiedenen Initiativen angetan und wisse das Thema Demenz hier in guten Händen.

Günter Niermann, der kurzfristig mit der Moderation der Tagung eingesprungen war, bedankte sich bei allen Referenten und bei dem Teilnehmern für die konstruktiven Beiträge.

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