Engeraner feiern Christi Himmelfahrt

Der erste Präsenzgottesdienst

Enger (WB)

Das „Vater unser“ wird gesprochen, der Posaunenchor erklingt und die Gemeinde lauscht – gemeinsam unter freiem Himmel und nicht allein hinter Bildschirmen. Ein bisschen weniger als 50 Personen haben sich, gemäß der aktuellen Bestimmungen, am Donnerstag zu Christi Himmelfahrt im Hinterhof der Lukaskirche Steinbeck-Besenkamp versammelt.

Jane Escher

Der erste Präsenzgottesdienst in Steinbeck-Besenkamp fand Open-Air mit fast 50 Besuchern statt. Pfarrerin Almut Braun und Pfarrer Horstkotte gestalten einen hoffnungsfrohen Feiertag. Foto: Jane Escher

Pfarrerin Almut Braun und Pfarrer Stephan Horstkotte haben zusammen den langersehnten Präsenzgottesdienst gehalten.

„Unter normalen Umständen hätten wir hier zu Christi Himmelfahrt 200 Leute und ein Grillangebot gehabt. Im Vergleich dazu war der Organisationsaufwand mit dem Hygiene-Konzept gering“, erzählt Pastorin Almut Braun. Zumal das Konzept bereits für Weihnachten erarbeitet wurde, wie Braun erklärt, nur damals aufgrund der hohen Inzidenzwerte nicht zum Einsatz kam.

200 Teilnehmer wären der Pfarrerin der Gemeinde Steinbeck-Besenkamp wohl ebenso lieb gewesen. Aber nach der langen Zeit sind Braun und ihr Kollege Pfarrer Stephan Horstkotte aus Westerenger-Dreyen auch froh, vor 50 Gemeindemitgliedern stehen zu dürfen. Gemeinsam hielten sie am Feiertag einen energiegeladenen Open-Air-Gottesdienst vor der Kirche. In seiner Predigt sprach Pfarrer Horstkotte über die Pandemie, aber auch über die Macht Gottes, auf die vertraut werden könne. Er betont: „Gerade zu Christi Himmelfahrt wird mir bewusst gemacht, dass Gott da ist.“

Viele der Gemeindemitglieder haben seit über einem Jahr an keinem Gottesdienst mehr teilgenommen. Entsprechend feierlich und zugleich gelöst war auch die Stimmung. Die Corona-Maßnahmen sind zur Routine geworden und funktionieren auch vor der Lukaskirche reibungslos. „Ich konnte mir nicht so wirklich vorstellen, wie der Gottesdienst jetzt sein würde“, berichtet Konfirmand Nils Kurrek. „Aber es war sehr entspannt und einfach schön“, resümiert der bald 13-Jährige. Sogar das Wetter spielte trotz gegenteiliger Prognosen mit.

Das freute auch den Posaunenchor der Gemeinde, der in kleiner Besetzung ebenfalls zum ersten Mal seit Monaten wieder spielen konnte – und mit einem Auftritt des jungen Ehrenmitglieds Nils Hirn begeisterte. Der Grundschüler spielte mit großem Können ein Posaunen-Solo. Ein Highlight in einem gleichermaßen normalen wie auch außergewöhnlichen Gottesdienst. Pfarrerin Braun fasst zusammen: „Ich bin froh und dankbar, dass wir das heute so machen konnten.“

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