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Karolin und Stefan Wostbrock eröffnen kleinen Hofladen an der Friedrichsstraße in Enger

Eier von der Besenkämper Wiese

Enger (WB)

Eier und Gemüse vom Bauernhof nebenan, Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung: Regionale Lebensmittel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dieser wachsenden Nachfrage wollen Karolin und Daniel Wostbrock nachkommen und verkaufen jetzt Lebensmittel vom eigenen Hof in Besenkamp.

Christina Bode

Ein echtes Familienprojekt: Karolin und Daniel Wostbrock mit Tilda (1, von links), Ida (3) und Ebba (5) vor dem mobilen Hühnerstall. Foto: Christina Bode

180 Hühner laufen rund um den mobilen Stall an der Friedrichsstraße, picken im Gras und ziehen mit ihrem Stall alle paar Tage weiter auf das nächste Feld, wo es wieder frische Nahrung gibt. Den mobilen Hühnerstall hat Daniel Wostbrock mit Unterstützung seines Vaters auf der Unterkonstruktion eines Anhängers gebaut. „Unten befindet sich ein Scharrraum, der den Tieren den ganzen Tag über zur Verfügung steht und in dem sie sich pudern, Körner picken oder im Sand baden können. Oben ist der Ruhebereich mit Sitzstangen, Nestern, Futter und Tränken“, erklärt Daniel Wostbrock.

Der 35-Jährige hat den landwirtschaftlichen Betrieb 2014 von seinem Vater übernommen und in erster Linie Mastschweinhaltung und Ackerbau betreibt. Die Hühner der Rasse „Bovan“ leben seit Januar auf dem Hof an der Friedrichsstraße 78. Sie seien klassische Legehühner, sagt Karolin Wostbrock.

Schon länger haben die Wostbrocks über einen eigenen Hofladen nachgedacht, die Idee aus verschiedenen Gründen aber immer wieder verworfen. „Die Corona-Krise hat die Direktvermarktung aber richtig aufleben lassen“, sagt Daniel Wostbrock. Im Herbst hätten er und seine Frau den Verkauf ab Hof, der per Selbstbedienung über eine Vertrauenskasse läuft, mit Äpfeln und Kürbissen getestet. „Das hat schon super funktioniert“, blickt Karolin Wostbrock optimistisch auf ihr Projekt.

Das System der mobilen Ställe sei auf dem Vormarsch, ergänzt Daniel Wostbrock.Während es in Spenge schon erste Landwirte gibt, die dieses System umgesetzt haben, sind ihm in Enger keine vergleichbaren Ställe bekannt.

In einer kleinen Hütte auf dem Hof werden in erster Linie die „Besenkämper Wieseneier“ verkauft. Aus ihnen hat Karolin Wostbrock auch schon Nudeln produzieren lassen, die ebenfalls in dem Lädchen erstanden werden können.

„Aktuell bieten wir noch etwas Marmelade und Kartoffeln aus eigenem Anbau an“, sagt die 33-Jährige. Sollte der Hofladen gut angenommen werden, könne auch der Kartoffelanbau in der nächsten Saison weiter ausgebaut werden. „Und auch unser Laden kann gerne noch wachsen. Die Produktpalette ist jedenfalls noch erweiterbar und Platz für eine räumliche Weiterentwicklung hätten wir auch noch“, sagt sie.

Der Hofladen ist täglich tagsüber geöffnet. „Wir hoffen, dass unser System der Selbstbedienung funktioniert und nicht missbraucht wird“, sagt Karolin Wostbrock.

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