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Wohnen und Gewerbe sollen am Lambernweg vereint werden

Enger plant neues Baugebiet

Enger (WB). Etwas „ganz Besonderes“ möchte Bürgermeister Thomas Meyer auf der Freifläche zwischen der Bünder Straße, dem Lambernweg und dem Sieler Weg entwickeln. Seine Vision ist es, ein neues Wohngebiet zu schaffen, in dem sowohl Wohnungen und Gewerbe entstehen, das aber auch genügend Platz für Grünflächen und möglicherweise sogar eine Kita bietet.

Christina Bode

Angrenzend an den Sieler Weg sollen Wohnungen entstehen, hinter der bestehenden Allee Gewerbe. Foto: Bode

Bei den Politikern im Ausschuss für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Umwelt stieß er mit seiner Idee auf offene Ohren. „Wenn wir uns Mühe geben, kann hier etwas Tolles entstehen“, sagte Meyer. Roger Loh vom Planungsbüro Tischmann Loh aus Rheda-Wiedenbrück stellte den Ausschussmitgliedern am Montagabend eine erste Rahmenplanung für diese aktuell landwirtschaftlich genutzte Fläche vor.

90 bis 110 neue Wohnungen

„Unser Ziel ist es, unterschiedliche Nutzungsgruppen zu vereinen“, sagte der Stadtplaner. Während auf dem östlichen Teil der Fläche Gewerbe angesiedelt werden soll, könnte im Westen ein Wohngebiet entstehen. Dabei sollen Einfamilienhäuser dort genauso Platz finden wie Reihen- und Mehrfamilienhäuser. Die bestehenden Mehrfamilienhäuser an der Opferfeldstraße sollen in das Neubaugebiet eingebunden werden. Insgesamt könnten 90 bis 110 neue Wohneinheiten entstehen.

Viel Wert wurde bei den Planungen auf Grünflächen gelegt. So soll die vorhandene Allee bestehen bleiben und das Gewerbe- vom Wohngebiet trennen. Zwischen den Wohnhäusern sieht der Stadtplaner eine etwa 20 Meter breite Grünfläche vor.

„Hier gibt es ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Zum Beispiel könnte ein Kinderspielbereich entstehen, eine Bobbycar-Renn­strecke, ein kleiner Garten mit Hochbeeten oder auch ein Wasserspiel“, erläuterte Loh. Möglicherweise könnte diese Freifläche auch von einer angrenzenden Kita mitgenutzt werden. Der Lambernweg soll weiter als Wirtschaftsweg genutzt werden und einen Übergang zur freien Landschaft bilden.

Zustimmung aus der Politik

Die Wohnhäuser sollen vom Sieler Weg und einer neuen Straße durch das Baugebiet erschlossen werden, das Gewerbegebiet könnte über den Lambernweg und die Bünder Straße erreichbar sein.

Diese Planungen hätten eine andere Qualität als es in der Vergangenheit bei anderen Baugebieten oftmals der Fall gewesen sei, sagte Harald Wurm (Bündnis 90/Die Grünen). Es freue ihn, dass eine lange Forderung der Grünen umgesetzt worden sei, dass Stadt und Politik ein Gebiet mitgestalten können. Auch Detlev Göhner (CDU), Jörg Pultermann (SPD) und Angela Franke (FDP) sehen darin, die Fläche selber entwickeln zu können, eine große Chance für die Weiterentwicklung der Stadt. „Bisher waren Flächen in dieser Größe nur sehr selten verfügbar. Vor allem neue Gewerbeflächen sind in Enger dringend nötig“, befürwortete Angela Franke die vorgestellten Pläne.

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