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Ausschuss für Infrastruktur bringt Einzelmaßnahmen aus dem Alltagsradwegekonzert für Enger auf den Weg

Fünf Schutzstreifen für Radfahrer beschlossen

Enger

Vor knapp zwei Jahren ist das Alltagsradwegekonzept für die Stadt Enger beschlossen worden mit der Zielsetzung, die Anbindung der Ortsteile an den Stadtkern für den Fahrradverkehr zu verbessern. Jetzt hat der Ausschuss für Stadtplanung und Infrastruktur auf Vorschlag der Verwaltung die Umsetzung mehrerer Einzelmaßnahmen beschlossen.

Von Daniela Dembert

Die Freizeiteinrichtungen an der Ringstraße werden gern mit dem Fahrrad angefahren. Auf der Strecke zwischen Spenger und Werther Straße soll einseitig ein Schutzstreifen angelegt werden, hat die Politik entschieden. Foto: Daniela Dembert

Markierungen von Fahrrad-Schutzstreifen sollen an folgenden Straßenabschnitten für mehr Sicherheit sorgen: Bünder Straße zwischen Lambernweg und Meller Straße einseitig, Ringstraße zwischen Wertherstraße und Spenger Straße einseitig, Bahnhofstraße zwischen Bünder Straße und Nordhofstraße zweiseitig und Bahnhofstraße von Nordhofstraße bis Spenger Straße einseitig.

Die Ausweisung von Schutzstreifen erfordere eine verkehrsrechtliche Anordnung und werde vom Straßenverkehrsamt befürwortet, informierte die zuständige Fachbereichsleiterin Inge Nienhüser das Gremium. Die Kosten für die hier aufgeführten Markierungsarbeiten wurden insgesamt auf etwa 46.000 Euro beziffert.

Ferner wird die Herstellung einer asphaltierten Radfahrspur von Dürkoppstraße über An der Wede bis zum Ahlenkamp befürwortet, um die Radwegeverbindung in Richtung Belke-Steinbeck und Besenkamp zu verbessern.

Die ursprünglich für diese Maßnahme angesetzten 20.000 Euro entsprächen nicht mehr dem aktuellen Preisniveau, erklärte Nienhüser. Die Kosten explodierten derzeit und seien schlicht nicht kalkulierbar. „Da hilft nur, immer kleine Pakete zu schnüren, die wir ausschreiben und dann schnell in die Umsetzung bringen, um nah am Tagespreisniveau zu bleiben.“

Bei den Mitgliedern des Gremiums stieß der Vorschlag auf Zustimmung. „Gut, dass es beim Radwegekonzept vorangeht. Wo aus Platzgründen keine anderen Möglichkeiten bestehen, sollten wir Schutzstreifen anlegen, denn die sind besser als nichts“, findet Jörg Pultermann (SPD).

Harald Wurm von den Grünen ruft zu mehr Mut bei der fahrradfreundlichen Verkehrsgestaltung auf. Er will nicht erst auf die Verkehrswende warten und dann nachrüsten: „Wir müssen in Vorleistung gehen, damit das Angebot irgendwann besser angenommen wird.“ Es habe sich auch in der Gesetzgebung einiges getan. Wurm regte an, den bisher unterbrochenen Schutzstreifen entlang der Meller Straße durchgehend anzulegen, „um keine halbgare Lösung zu bieten, die am Ende noch unsicherer ist“.

Inge Nienhüser wies auf die rechtliche Grundlage hin, die immer mit der Einrichtung eines Schutzstreifens einher gehe: „Ein Schutzstreifen ist nicht nur ein Strich auf der Straße, sondern ein Verkehrszeichen, das beispielsweise auch ein absolutes Halteverbot für Kraftfahrzeuge mit sich bringt.“

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