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Gymnasiasten engagieren sich für Kriegsgräberfürsorge und unterzeichnen Manifest

Für Frieden und gegen Extremismus

Enger (WB). Mehr als 1000 Euro haben 26 Schüler der 9d des Widukind-Gymnasiums Enger (WGE) für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Viele unterzeichneten am Freitag auch das Engeraner Manifest gegen Populismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Gerhard Hülsegge

Norbert Burmann (vorne) dankt Anne-Kathrin Schleef und den anderen WGE-Schülern für die Spendensammlung zugunsten der Kriegsgräberfürsorge mit Urkunden. Auch Bürgermeister Thomas Meyer (von rechts) und Landrat Jürgen Müller sagten »Danke«.Geschichtslehrer Pat­riick Schuchert (links) begleitete die Aktion. Foto: Gerhard Hülsegge

»Wir wollen uns dabei nicht nur gegen Rechts-, sondern auch gegen Linksextremismus aussprechen«, sagte WGE-Schülersprecher Nadim Sediqi am Freitag. Der 17-Jährige Zehntklässler hatte bereits in der vergangenen Woche vor der gesamten fast 1000-köpfigen Schülerschaft dafür geworben, sich in die Liste derer einzutragen, die sich mit dem Aufruf der Engeraner Jugendzentren solidarisch erklärt haben. Allein in der ersten großen Pause unterzeichneten bereits 90 Schüler den Aufruf im Foyer unter dem Motto »Gerade steht sich besser«. Auch am Montag, 18. Februar, liegt die Liste noch aus.

Lob vom Schulleiter

»Das ist eine gute Sache, ich unterschreibe auch«, meinte Schulleiter Dr. Ulrich Henselmeyer. Er ist froh darüber, dass sich die Schüler auch gesellschaftspolitisch engagieren.

Die Neuntklässler waren vor Weihnachten drei Wochen lang auch unterwegs, um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Dabei waren mehr als 1000 Euro zusammengekommen. Bürgermeister Thomas Meyer und Monika Hägerbäumer von der Stadt Enger waren ebenfalls mit der Spendebüchse unter anderem auf dem Wochenmarkt unterwegs, um Gelder für die Pflege der Gräber deutscher Kriegstoten im Ausland zusammenzutragen. Insgesamt kamen auf diese Weise 1648,24 Euro zusammen. »Das ist das beste Ergebnis seit 2012«, sagte Hägerbäumer.

Landrat bedankt sich

Landrat Jürgen Müller dankte den Schülern für ihr Engagement. »Denn das ist nicht selbstverständlich, trägt aber auch zur Persönlichkeitsbildung bei«, meinte er. Müller rief zur Teilnahme an der Europawahl am 26. Mai auf. Nur ein geeintes Europa garantiere den Frieden. Norbert Burmann, Geschäftsführer des Kreisverbandes Herford im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, erklärte: »Es ist wichtig, dass junge Menschen sich für die Arbeit des Volksbundes einsetzen und zeigen, dass Friedensarbeit auch Jahre nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg noch immer aktuell und notwendig ist.«

»Krieg ist weit weg, aber muss achtsam sein«, ergänzte Engers Bürgermeister Thomas Meyer. Die Urkunden, die Norbert Burmann an die fleißigen Spenden-Sammler des WGE verteilte, belegen den Einsatz und dürften auch bei der Bewerbung um eine Lehrstelle vom Arbeitgeber gewürdigt werden. Monika Hägerbäumer sprach sich dafür aus, dass Schüler künftig auch in den Volkstrauertag mit einbezogen werden sollten.

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