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Widukind-Museum setzt auf Audioguide – Jahresbilanz weist 400 Besucher weniger aus

Geschichte kinderleicht erklärt

Enger (WB). Der Museumsbesuch kann sich für Kinder schnell zu einer langweiligen Unternehmung entwickeln. Erwachsene erzählen etwas über Geschichte, die sie nicht verstehen. Nicht so im Widukind-Museum: Seit dem vergangenen Jahr gibt es dort einen Audioguide speziell für Kinder.

Angelina Zander

Das Widukind-Museum hat sich im vergangenen Jahr vor allem seinen jungen Besuchern gewidmet: Ein Audioguide für Kinder und ein Kinderbuch über Widukind gehörten zu den Neuerungen. Regine Krull stellte diese in ihrem Jahresbericht vor. Foto: Angelina Zander

Das hat die Leiterin Regine Krull in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Kulturausschusses berichtet. Dabei gab sie den Ratsmitgliedern der Stadt Enger einen Überblick über das vergangene Jahr. »Im September durften Matthias Rasche, Harald Wurm und ich nach Münster fahren, um unseren Audioguide auf der Tagung ›Wie lernt man im Museum‹ vorzustellen«, sagte sie. Drei Kinder erzählen im Audioguide von der Geschichte Widukinds. »Wir haben am Anfang dieses Jahres viele Führungen gemacht, um ihn bekannter zu machen«, berichtete Krull. Auch ein Kinderbuch zählt nun zum Repertoire des Museums. Auf den Vorschlag eines Besuchers hin hatte das Museum dieses von Ulrike Kindermann schreiben lassen. Es trägt den Titel »Widu – Witte – was für’n Kind« und thematisiert unter anderem Mythen und Fakten rund um die Person Widukind.

Musikalischer Genuss

Zum Veranstaltungsprogramm des vergangenen Jahres gehörten im Museum vier öffentliche Führungen, unter anderem die Laternenführung »Die finstere Seite von Enger«. Bei wissenschaftlichen Vorträgen holte Regine Krull zwei Experten in das Fachwerkhaus: Prof. Rudolf Simek aus Bonn referierte über die Geschichte der Trolle, Zukunftsforscher Professor Stephan Rammler berichtete über die »Zukunft der Mobilität«. Auch sechs Veranstaltungen des Enger Curzweyl-Cabinetts gehörten dazu. Dabei wurde den Besuchern von Jazz über Schlager bis hin zu Liebesliedern einiges geboten. Den musikalischen Ausklang des Monats Augusts, »Enger klingt«, besuchten etwa 200 Besucher. »Es ist eine erfolgreiche Veranstaltung, die immer größer wird«, sagte Krull. Zum Adventsbummel meinte sie: »Den Kunsthandwerkermarkt wollen wir weiterführen.« Er war zum zweiten Mal organisiert worden.

Frühling 2018 im Namen von Königin Mathilde

Das aktuelle Jahr läutete das Museum mit der Verteilung von 15.000 Programmflyern ein. »Das Frühjahr stand bereits ganz im Zeichen der Königin Mathilde«, berichtete Regine Krull. Mit der Ausstellung »Königin Mathilde – Leidenschaft für fromme Werke« von Professor Gerd Althoff nahm das Museum an einer Ausstellung in der Gerberei teil. Zu den nächsten Höhepunkten im Widukind-Museum werden nach Angaben der Leiterin wieder Auftritte des Curzweyl-Cabinetts gehören sowie am 1. und 2. September das Geschichtsfest.

Besucherzahlen 2017 rückläufig

In diesem Jahr wird das Widukind-Museum eine Station des Geschichtsfestes in Enger sein. Damit will Museumsleiterin Regine Krull die niedrigeren Besucherzahlen des vergangenen Jahres ausgleichen. Das Defizit von etwa 400 Besuchern 2017 gegenüber dem Vorjahr sei auf das Museumsfest 2016 zurückzuführen gewesen, erklärte sie und betonte: »Es liegt in der Natur der Dinge, dass sich beim Museumsfest etwa 500 Besucher in das Museum verirren.« 2017 hatte es keine vergleichbare Großveranstaltung gegeben, so dass die Besucherzahlen zurückgegangen sind. Insgesamt sind etwa 4600 Neugierige in das Museum gekommen, darunter 35 Gruppen, zwölf Schulklassen sowie 49 Kindergeburtstags-Gäste. Dazu kamen etwa 1500 Einzelbesucher. Hier sei der Rückgang zu verzeichnen gewesen, so Krull.

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