1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Enger
  6. >
  7. Hier werden Netzwerke geknüpft

  8. >

Im Zebra stellen sich Umweltschutz-Gruppen vor

Hier werden Netzwerke geknüpft

Enger (WB). „Wir haben nur eine Erde – darum lasst sie uns bewahren“ – unter diesem Motto stand der Tag der offenen Tür im Kinder- und Jugendzentrum Zebra. Neben dem Kinderprogramm ging es darum, sich mit regionalen Gruppen, die sich getreu dem Motto ebenfalls für Umwelt-, Klima- und Tierschutz einsetzen, auszutauschen.

Lenus Meyer

In Enger gibt es verschiedene Gruppen, die sich für den Umweltschutz engagieren. Sie stellten sich im Zebra vor. Foto: Lenus Meyer

„Heutzutage bleibt zu wenig Zeit für Kommunikation“, meinte Bernd Rammler, der Leiter des Kinder- und Jugendzentrums. Umso nötiger sei es, sich zu treffen und genau dem entgegen zu wirken, zumal die verfolgten Ziele und Interessen oft schon sehr nahe beieinander lägen.

Kinderkonzert und Infobörse

Diese Idee zeigte sich auch im Programm des Tages: Zu Beginn fand ein Kinderkonzert mit dem deutsch-argentinischen Liedermacher Pablo Miró statt, der seine etwa 30 Besucher mit einem breiten Repertoire aus eigenen, lateinamerikanischen und allzeitklassischen Kinderliedern erfreute. Anschließend gab es dann die Möglichkeit, sich im Bistro bei Kaffee und Kuchen auszutauschen und sich an den verschiedenen Ständen der Gruppen über die vielfältigen Projekte zu informieren.

Da wären zum einen die verschiedenen Angebote des Zebra selbst zu nennen: Zum Beispiel das kostenfreie „mittwöchentliche“ Mittagessen, die Ferienspiele oder die Energy-Kids-Gruppe, aber auch das Engeraner Manifest. Hierbei werden in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Kulturzentrum am Kleinbahnhof Unterschriften gegen Rassismus, Populismus und Fremdenfeindlichkeit gesammelt. In nächster Zeit kann hierfür wieder im Zebra unterschrieben werden.

Externe Gruppen vorgestellt

Zum Anderen stellten sich auch Zebra-externe Gruppen aus Enger vor: Beispielsweise die im vergangenen Dezember gegründete Bürgerinitiative „Engeraner Land“, die sich mit einer gut 3000 Unterschriften starken Petition gegen den Bau der Hähnchenmast-Anlage am Baringhof in Westerenger stellt . Zusammen mit den seit März 2019 auch in Enger aktiven Parents for Future organisieren sie Demos und leisten Aufklärungsarbeit, erzählten Mareike Glatzel vom „Engeraner Land“ und Daniela Bultmann, die in beiden Organisationen aktiv ist.

Auch die Initiative „Zukunft ohne Plastik“ stellte sich den Besuchern vor und zeigte Alternativen zu häufig im Alltag genutzten Plastikprodukten auf. Bienenwachstücher seien beispielsweise eine sinnvolle und umweltschonenende Alternative zu Brotdosen aus Plastik, erklärte Regine Steffen. Insgesamt werde schon deutlich, dass sich die Ziele der einzelnen Gruppen doch stark überschneiden. Man überlege daher, sich in Zukunft öfter zu treffen und den Gruppen so die Chance zu geben, sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsame Aktionen zu planen und Ideen auszutauschen, so Bernd Rammler.

Naturschutz sei ein Thema, das alle etwas angehe. Man wolle mit gutem Beispiel vorangehen, ergänzte Tina Obermeier, ebenfalls Leiterin des Kinder- und Jugendzentrums.

Startseite
ANZEIGE