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Hunderte Besucher beim Herbstfest an der Werburg

Historisches Handwerk wird lebendig

Spenge (WB). Hier wird alte Handwerkskunst nicht nur bestaunt, sondern erlebt. Am Sonntag präsentierten sich beim Herbstmarkt an der Werburg zum zwölften Mal Kunsthandwerker und Selbermacher mit ihren Gewerken und Produkten. Hunderte Besucher kamen.

Daniela Dembert

Beate Burghardt ist mit herbstlichen Blumenkränzen jedes Jahr mit beim Herbstfest an der Werburg dabei. Seit Neuestem hat sie die Organisation des Marktes übernommen. Foto: Daniela Dembert

Erstmalig hat Beate Burghardt, seit Jahren mit herbstlicher Blumendekoration fester Bestandteil des Festes, die Organisation in die Hand genommen. »Das war zwar einiges an Arbeit, aber es macht einfach unheimlich Spaß, wenn man am Ende sieht, was für ein Fest dabei herausgekommen ist«, sagte Burghardt und verwies bescheiden auf die hervorragende Vorarbeit, die die langjährige Organisatorin Annemarie Lorenz geleistet hat, und die Hilfestellung des gesamten Werburg-Vereinsvorstands. Die spezielle Note des kleinen Marktes liegt vor allem darin, dass er nicht kommerziell betrieben wird. Als Standgebühr entrichten die Teilnehmer eine Spende, die sich an ihren Einnahmen bemisst.

An seiner selbstgebauten Wippdrehbank stand Elmar Kämper und fertigte unter den verblüfften Augen der Zuschauer Stuhlbeine, Geländerstäbe und anderes. »Das Holz ist mit ein wenig Übung leicht zu bearbeiten, weil es noch frisch und weich ist«, verriet Kämper, dessen Handwerk auch in der Denkmalpflege Anwendung findet. Bei Erika Petring dampfte es gleich aus mehreren Kesseln. Allerdings brodelten bei der Marktbeschickerin keine Eintöpfe, sondern mit Naturmaterialien eingefärbte Wolle.

Handgefertigte Vogelhäuser, Selbstgestricktes und -genähtes, kunsthandwerklich gefertigter Glasperlenschmuck und edle Papeteriewaren – hier ist nichts »von der Stange«. Das Ehepaar Nicklaus ist dem Spenger Event schon lange treu und zieht die Teilnahme hier dem in ihrer Heimatstadt Bünde zeitgleich stattfindenden Zwiebelmarkt vor. An ihrem Stand können Kinder Springseile nach eigenen Farbwünschen selbst verkordeln.

Annegret Beckmann verkaufte Wurst- und Schmalzbrote mit Produkten der Schlachterei Wiehenkamp. »Wenn wir hier regional Produzenten haben, finde ich es wichtig, diese zu unterstützen und vorzustellen«, sagte das Werburg-Vereinsmitglied. Aus der Szenerie kaum wegzudenken: Stieber-Max. Mal hier, mal dort, sorgt er für Musik.

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