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„Isek 2025+“ mit neuen Möglichkeiten für Heckewerth-Grundstück

Kein Drogeriemarkt in Engers Zentrum

Enger (WB). Seit vielen Jahren liegt das Grundstück an der Ecke Bachstraße/Bahnhofstraße, auf dem sich ehemals eine Holzlagerhalle der Firma Heckewerth befand, brach. Wunsch von Politik und Verwaltung war es immer, auf diesem städtebaulich bedeutsamen Grundstück mitten im Zentrum attraktiven Einzelhandel – möglichst auch einen Drogeriemarkt – anzusiedeln. Doch nun sieht es so aus, als müsste ein Plan B her.

Christina Bode

Seit vielen Jahren liegt das Heckewerth-Grundstück brach. Ein Drogeriemarkt wird sich hier wohl nicht mehr ansiedeln. Foto: Bode

Nachdem es zwischen dem Eigentümer des Grundstücks und Investoren, die neben anderen kleinen Geschäften auch einen Drogeriemarkt auf diesem Grundstück bauen wollten, zu keiner Einigung gekommen ist, zeichnete sich ab, dass eine entsprechende Kette Interesse hatte, sich in unmittelbarer Nähe des E-Centers anzusiedeln. Um die Entwicklung im Einzelhandel weiter in das Zentrum – vor allem auf das Heckewerth-Gelände – zu lenken, beschloss der Rat im April 2017 eine Veränderungssperre, die eine Weiterentwicklung an dieser Stelle für den Zeitraum von drei Jahren untersagte.

Drogeriemarkt als Frequenzbringer

Wunschvorstellung der Stadt Enger und der Kaufmannschaft war weiter die Ansiedlung eines Drogeriemarktes als Frequenzbringer für die Innenstadt. Allerdings – so heißt es in der Vorlage des Ausschusses für Stadtplanung, Infrastruktur und Umwelt, der sich in seiner nächsten Sitzung am Montag, 25. Mai, um 17.30 Uhr in der Aula der Realschule mit diesem Thema beschäftigt – sei die Realisierung dieser Vorstellung nur noch bedingt zu erwarten, da sich das Expansionsverhalten der Drogeriemarktketten geändert habe. Deren Interesse würde sich an der Nachbarschaft zu großen Verbrauchermärkten orientieren.

Neue Perspektiven

Bürgermeister Thomas Meyer schlägt nun vor, für das Grundstück im Rahmen des „ISEK 2025+“ weitere Entwicklungsperspektiven zu eröffnen. Seine Vorstellung ist es, von der ausschließlichen Fokussierung auf den Einzelhandel abzuweichen und alternative Entwicklungen zu ermöglichen. Dies könnte ein Komplex mit ärztlicher Versorgung, Finanzen und Dienstleistungen, eventuell in Kombination mit zentrumsnahem Wohnen sein. Eine Machbarkeitsstudie soll verschiedene Möglichkeiten aufzeigen.

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