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Storch sitzt im Enger Bruch allein im Horst

Kein Glück mit den Weibchen

Enger (WB/dd). Seit zwei Wochen sitzt das Storchenmännchen allein auf seinem Horst im Enger Bruch. Von seiner Gefährtin fehlt jede Spur. Höchst ungewöhnlich, denn die Zeichen stehen eigentlich auf Brut.

Nicht schon wieder! Das Storchenmännchen ist allein zu Hause. dd/ Foto: Eckhard Lietzow

Unter normalen Umständen würde das Weibchen sich in der Nähe aufhalten, Nahrung suchen und sich mit dem Männchen beim Brüten abwechseln. „Aber was ist in diesem Jahr schon normal bei den Engeraner Störchen?“, fragt Naturfotograf Eckhard Lietzow.

Das Vogelpaar hatte sich noch im April harmonierend präsentiert . Gemeinsam bauten beide am Nest, gingen auf Futtersuche und auch in Sachen Kopulation schien es nach einem holprigen Start endlich rund zu laufen. Allein daran hatte mancher Storchenbeobachter nicht mehr glauben wollen, nachdem im März gleich mehrere Weibchen gekommen und auch wieder gegangen waren.

Küken könnten verhungern

Seit Ende April sah es so aus, als würde es doch noch klappen mit dem Nachwuchs. Häufig war einer der beiden Störche, meist das Männchen, im Nest sitzend zu sehen. „Das tut es auch immer noch sehr viel“, bestätigt Naturfotograf Eckhard Lietzow, „allerdings allein“. Für den Storchenbeobachter steht fest: „Es wäre besser, wenn nichts aus den Eiern würde.“ Denn sollten Küken schlüpfen, würden sie sicher verhungern.

Der Altstorch bliebe auf dem Nest, um seine Jungen zu hudern und zu beschützen statt auf Nahrungssuche zu gehen. Dass eine solche Tragödie durch das Auslegen von Futter verhindert werden könnte, hält Eckhard Lietzow für unwahrscheinlich. „Als im vergangenen Jahr das Männchen in einem Strommast verendete, habe ich zwei Wochen lang Küken als Beute ausgelegt, die das Weibchen auf seiner Futtersuche zwar gesehen, aber nicht angenommen hat“, begründet er.

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