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Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger investieren in Hochwasservorkehrungen

Kläranlage gegen Starkregen gesichert

Enger

„Das ganze Gelände der Kläranlage war eine regelrechte Seenlandschaft“, erinnert sich Thomas Holz. Eine derartige Überschwemmung wie nach dem Starkregen am 5. Juni 2021 hatte auch der erfahrene Leiter der Wirtschaftsbetriebe Enger (WBSE) noch nicht erlebt. Damit die Anlage beim nächsten Unwetter besser gesichert ist, hat die Stadt 220.000 Euro in Reparatur- und Sicherungsmaßnahmen gesteckt, die jetzt abgeschlossen wurden.

Von Ruth Matthes

Sebastian Cuhlmann, Sebastian Lohmann, Thomas Holz und Maik Osha (von links) messen am Klärbecken den Nitratgehalt des Wassers. Foto: Ruth Matthes

„Als ich hier gegen 17.30 Uhr als erster ankam, war die Straße voller Schlamm und das Wasser stand schon bis zum Beckenrand“, blickt Sebastian Cuhlmann, stellvertretender Leiter der Kläranlage, zurück. „Wir mussten den Strom abstellen lassen, um gefahrlos auf das Gelände zu gelangen“, erinnert sich Kläranlagenchef Maik Osha. Dort mussten die Mitarbeiter zunächst einmal feststellen, woher das Wasser kam. Wie sich herausstellte, war eine Verstopfung Ursache für die Überschwemmung. „Auf dem Feld gegenüber der Kläranlage waren Erdbeeren gepflanzt worden, die mit Stroh und Planen bedeckt waren“, berichtet Holz. „Als nun der Starkregen kam, bildete sich ein reißender Strom. Er riss alles mit sich den Hügel hinunter in das Gewässer am Rand der Straße, das in einem Rohr unter unserem Gelände hindurch in den Bolldammbach fließt. Das Material blieb an dem Gitter hängen, mit dem der Einlass in den Bach aus Sicherheitsgründen versperrt ist. Ein Rückstau bildete sich, der eine solche Kraft entwickelte, dass er einen einbetonierten und druckdicht verschraubten Schachtdeckel heraus riss. Aus dem strömte dann das Wasser auf unsere Anlage.“

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