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Matthias-Claudius-Haus: Biermann-Stiftung spendet 4250 Euro für Projekte

Körperlich und geistig fit bleiben

Engerµ(WB). Mit ihren 88 Jahren ist Elvira Wemhöner noch ganz schön fit. Regelmäßig besucht die Engeranerin zwei unterschiedliche Fitnessgruppen. Donnerstags nimmt Wemhöner gemeinsam mit neun anderen Seniorinnen an einem Sitzgymnastik-Angebot des Turnvereins Concordia in den Räumlichkeiten des Krankenhauses Enger teil.

Daniela Dembert

In der Sitzgymnastikgruppe des TV Concordia geht es sportlich zu. Jeden Donnerstagvormittag trifft sich die Gruppe im Krankenhaus Enger, um sich unter Anleitung von Trainerin Linda Hohmann (rechts) fit zu halten. Foto: Daniela Dembert

Von 10 bis 11 Uhr bringt Trainerin Linda Hohmann die Teilnehmer im Alter von 74 bis 88 Jahren auf Trab. »Zwischendurch lösen wir auch Knobelaufgaben zum Gedächtnistraining«, erzählt die hauptamtliche Mitarbeiterin des TVC. Seit 2018 besteht das vom Landessportbund für ein Jahr geförderte Angebot der Gymnastikgruppe unter dem Motto »Bewegt älter werden«.

1250 Euro für Sportangebot

»Danach wird bei derartigen Projekten vielfach auf Ehrenamtlichkeit gesetzt«, sagt Klaus Rieke, Vorstandsvorsitzender der Ruth-und-Willi-Biermann-Stiftung, die das Angebot für ein weiteres Jahr unterstützt. Der Sitzgymnastikgruppe gehören derzeit hauptsächlich Bewohnerinnen des Wohn- und Pflegezentrums Kesselstraße an, »das kostenlose Angebot richtet sich aber an alle Senioren, die sich nicht mehr so mobil fühlen, sich aber gern in Gesellschaft fit halten möchten«, sagt Hohmann und schmeißt die Musik an.

Gern trage die Stiftung die Kosten von 1250 Euro für das Sportangebot, erklärt Kuratoriumsmitglied Willi Biermann. »Wir unterstützen im Bereich der Kinderkrebshilfe und der Altenhilfe jeweils definierte Projekte, um sicher zu stellen, dass die Förderung unmittelbar den Betroffenen zu Gute kommt«, erklärt der Stiftungsgründer.

3000 Euro für Matthias-Claudius-Haus

Auch das Matthias-Claudius-Haus hat eine Förderung von 3000 Euro bekommen. »Von dem Geld konnte für jeden der zwei Wohnbereiche ein Themenregal zur Arbeit mit demenziell veränderten Menschen angeschafft sowie Clownsbesuche in den Wohnbereichen finanziert werden«, berichtet Michael Schoenfeld, Prokurist der Geriatrie.

Regale ausgestattet mit Kisten

Die Regale sind ausgestattet mit Kisten, in denen sich Material zu verschiedenen Themenbereichen befindet. So stecken Scheren, Kleber und andere Bastelutensilien in den Kreativkisten, im mit »Musik« beschrifteten Karton finden sich Rhythmusinstrumente und Liederbücher. Fragen und Stichwortsammlungen, die Gespräche über die eigene Biografie anregen sollen, gehören ebenfalls dazu. »Ziel ist es, alle Sinne unserer Bewohner anzusprechen«, erklärt Heimleiterin Christin Biermann-Aufdemkamp. Für die Mitarbeiter der sozialen Betreuung sei diese Ausstattung sehr hilfreich, sagt sie.

Ein richtiger Höhepunkt im Einrichtungsalltag sei der Besuch der Spaßmacher von Dr. Clown gewesen, die sich auf den Stationen unter die 34 Bewohner gemischt und den Alltag mit kleinen Späßen aufgelockert haben. Der Besuch der Komiker im vergangenen Frühjahr muss dank der Biermann-Stiftung kein einmaliges Erlebnis bleiben.

Gemeinsam mit Christin Biermann-Aufdemkamp (Leiterin des Matthias-Claudius-Hauses, 2. von links) und Michael Schoenfeld (rechts) vom evangelischen Krankenhaus Enger schauen Günter Niermann (von links), Klaus Rieke und Willi Biermann von der Biermann-Stiftung eines der beiden Themenregale an. Foto: Dembert
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