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Künstlerforum präsentiert Werke im Gerbereimuseum Enger

Kunst ganz ohne Grenzen

Enger

Pinselstriche, Bleistiftlinien, schwarz-weiß oder bunt: Verschiedenste Kunstwerke schmücken aktuell die Galerie im Gerbereimuseum Enger. Die Ausstellung „Kunst von A bis Z“, präsentiert vom Künstlerforum Herford, wurde am Sonntag eröffnet. Die Einführung übernahm dessen Vorsitzender Hans Joachim Schrauwen.

Von Alina Dembert

Facetten der Realität spiegeln sich in den Bildern von Uta Schock (links) und Xiao Ping Xu wider. Sie sind bei der Ausstellung des Künstlerforums „Kunst von A bis Z“ im Gerbereimuseum zu sehen. Foto: Alina Dembert

„Durch das Motto wollten wir den Künstlern keine Grenzen setzen. Es geht darum, dass sie sich selbst darstellen“, erklärte Schrauwen. In der Galerie sind Zeichnungen, Acrylgemälde, aber auch Skulpturen zu finden. Hier wird der Kreativität der Künstler freier Lauf gelassen. Nach der langen Pandemiepause freuten sich die Veranstalter, endlich wieder etwas Großes organisieren zu können. In Planung stand die Ausstellung schon seit knapp vier Jahren, umso glücklicher waren die Künstler, sie jetzt im Beisein von 60 Besuchern eröffnet zu haben.

Im Mai 2012 wurde das Künstlerforum Herford mit acht Mitgliedern gegründet und nun, im Jubiläumsjahr sind es 57 Künstler, von denen sich 27 in der Gerberei mit ihren Werken darstellen.

Die knalligen Farben in den Gemälden von Yvonne Vahle (links) und Regine Schlesiger erwecken den Raum zum Leben. Foto: Alina Dembert

Eine der Künstlerinnen ist Yvonne Vahle, die zwei ihrer Werke ausstellt. In ihren Gemälden „Einzelstück 1“ und „Einzelstück 2“ „drücke ich positive und ermunternde Gefühle durch bunte, aufgeweckte Farben aus“, beschreibt die Malerin. Vahle brachte in ihre Bilder selbstgefertigte Masken und recycelte Elemente – beispielsweise Verpackungen – ein.

Regine Schlesigers Acrylgemälde „Glanz und Gloria“ stellt das Erwachen des Frühlings in Person einer jungen Frau dar. Eigentlich, so Schlesiger, male sie viel abstrakte Motive, jedoch böten Gesichter dem Betrachter die Möglichkeit, Emotionen abzulesen.

„Kriegskind“ heißt ein Bild von Uta Schock. Sie malte es zur Zeit des Syrien-Krieges, inspiriert von einem Foto. Zu sehen ist ein Mädchen mit großen Augen, hinter denen sich Angst und Unsicherheit verbergen. Die Stadt im Hintergrund wirkt durch den Übergang ins Verschwommene zerstört und düster. Das Werk symbolisiert, was Krieg bedeutet für die Menschen und deren Heimat. „Der Ukraine-Krieg nimmt mich sehr mit. Deswegen habe ich das Gemälde wieder rausgekramt. Es ist mir wichtig, dass Leute aufmerksam werden“, erklärt Schock.

Obwohl die Exponate so unterschiedlich und facettenreich sind, wird die Ausstellung in der Gerberei sehr harmonisch.

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