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Offene Ateliers – Kreative aus Enger und Spenge erzählen von ihren Inspirationen

Künstler gewähren tiefe Einblicke

Enger/Spenge (WB). Nach einer kreativen Pause hat sich Thomas Lepki als Gastgeber in seinem Atelier zusammen mit Stefan Reimer die Künstlerin Uta Schock als Verstärkung geholt. Sie haben, wie zahlreiche weitere Künstler aus dem Kreis Herford, ihr Atelier am Wochenende für Besucher geöffnet.

Carsten Gehring

Zusammen mit ihrer Gastkünstlerin Uta Schock (von links) haben Thomas Lepki und Stephan Reimer in Lepkis neuem Atelier in Spenge ihre Kunst ausgestellt. Foto: Carsten Gehring

»Unsere Ausstellung zeigt uns als Künstler nebeneinander und doch miteinander«, sagte Thomas Lepki. Als Bildhauer fertigt er figurative Plastiken aus Kalk- oder Sandstein, Beton, Holz oder Marmor an. Dabei lasse sich der Künstler vom Material leiten. Manche Holzskulpturen seien zuvor ein Stück Brennholz gewesen und würden ihn mit der witterungsbedingten Maserung zum Kunstwerk führen. Genügend Platz dafür hat Lepki jetzt mit seinem neuen Atelier geschaffen.

Streetworker mit künstlerischer Ader

Stefan Reimer zeigte dort seine auf Leinwand gemalten »Dämonen des eigenen Selbst«. Viele Aspekte seines Selbst würden sich in seinen Bildern, die nur den Kopf zeigen, widerspiegeln. Seine spirituelle Heimat als Schamane und Reiki-Meister hat Reimer in dem Bild »der tote Schamane« verewigt. Auch das »Trollkind« oder der »ängstliche Löwe« gehören zu den Werken des pädagogisch tätigen Streetworkers.

Uta Schock wiederum präsentierte am Wochenende Bilder aus ihrer »blauen Reihe«. »Nach meinen aufwühlenden Bildern über den Krieg musste ich dringend wieder zur inneren Ruhe finden – das findet sich jetzt auch in meinen Bildern wieder«, freute sich Uta Schock. Zum Beispiel sei der »Libellenflug« inspiriert von Schocks langem Urlaub in Estland im vergangenen Jahr.

Bilder im Postkartenformat zum Mitnehmen

In Enger öffnete die Künstlerin Annemarie Richard ihr Atelier. »Eigentlich möchte ich viel mehr abstrakt malen – die gegenständlichen Bilder verkaufe ich aber viel mehr«, verriet Richard. Ihre farbenfrohen Bilder seien von jeher durch die Natur inspiriert, aktuell sind verschiedene Insekten das bestimmende Thema ihrer Kunst. Richard malt mit Tusche, Kreide, Acryl und Aquarell. Sie bot ihre Bilder auch zum Mitnehmen »in klein« in Form von Postkarten an. Auch ihrer sechsjährigen Enkelin Carla bot sie mit einer kleinen Ausstellung im Atelier Platz.

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