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Austausch ist für beide Seiten ein Gewinn

Lehrerin aus Namibia unterrichtet am Widukind-Gymnasium Enger

Enger

Die Landschaft um Enger mit den grünen Feldern und den Waldgebieten wie dem Wiehengebirge hat es Fenny Inotya Kamanya angetan. Die Lehrerin - derzeit zu Gast am Widukind-Gymnasium - für Deutsch und Englisch kommt aus Swakopmund in Namibia.

Gast und Gastgeber vor dem Haupteingang des Widukind-Gymnasiums: Boris Lenz (von links), Fenny Kamanya und die Schulleitung des WGE mit Katrin Höcker-Gaertner und Ulrich Henselmeyer freuen sich auf den Erfahrungsaustausch.

Zwar ist Swakopmund eine Küstenstadt, deren Strände am Atlantik liegen. Im Hinterland der 45.000-Einwohner-Stadt erstreckt sich allerdings die riesige Namib-Wüste, in der es nahezu keine Vegetation gibt.

Seit zwei Wochen ist Fenny Kamanya nun in Enger, wo sie am Widukind-Gymnasium hospitiert. Hier möchte sie den deutschen Schulalltag und die Lehrprozesse kennenlernen. Dazu besucht sie den Unterricht von Kolleginnen und Kollegen des WGE und berichtet den Schülerinnen und Schülern aus erster Hand über ihre Heimat und ihre Kultur.

Erfahrungen mitnehmen

In Namibia sind die hier gemachten Erfahrungen dann sicherlich hilfreich für die eigene Unterrichtspraxis, hofft sie.  Auch ihre ohnehin schon sehr guten Deutschkenntnisse möchte  Kamanya noch weiter verbessern. Das Hospitationsprogramm wird über den Pädagogischen Austauschdienst (PAD) organisiert, wie WGE-Lehrer Boris Lenz erklärt.

Alltag in einer Familie

Das Programm ermöglicht es ausländischen Lehrkräften, Erfahrungen in Deutschland zu sammeln und umgekehrt. Während ihres Aufenthaltes erleben die ausländischen Lehrkräfte den deutschen Alltag in einer Familie mit. Bereits im Jahr 2015 hat Lenz im Rahmen dieses Programms eine Lehrkraft aus Indonesien, die am Widukind-Gymnasium hospitierte, in seiner Familie aufgenommen.

„Die vielen positiven Erfahrungen, die ich damals sowohl beruflich als auch privat gemacht habe, haben mich dazu bewogen, erneut am Programm des PAD teilzunehmen“, berichtet Lenz. Das Programm sei wirklich eine ganz tolle Sache, von der beide Seiten profitierten. Fenny Kamanya ist anzumerken, dass sie sich am WGE wohlfühlt.

Ihre offene und humorvolle Art wird sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch vom Kollegium geschätzt, so Lenz.  Wenn ihr dreiwöchiger Aufenthalt am kommenden Donnerstag endet, werden alle Beteiligten auf einen guten und interessanten Erfahrungsaustausch zurückblicken können. 

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