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Stadt Enger gibt Mietwohnungen zurück – HdK nutzt erste Etage

Mehr Platz im Haus der Kulturen

Enger (WB)

Zwar sind die Türen für Besucher geschlossen, dennoch tut sich so einiges im Haus der Kulturen (HdK) in der Brandstraße. Die Mietverhältnisse für die in den Obergeschossen befindlichen Wohnungen sind gekündigt und die Räumlichkeiten können renoviert an den Vermieter übergeben werden.

Daniela Dembert

Einige Jahre lang war dieser Durchgang geschlossen, jetzt wurde er wieder geöffnet, um eine Verbindung zum Multifunktionsraum zuschaffen. Auch Kordula Schimke hilft Foto:

Der Mietvertrag für das ehemalige Ladenlokal bleibt, ebenso wie für die einstigen Sozialräume der Buchhandlung Kuhlmann, bestehen. Aktuell wird die Einrichtung in der ersten Etage erweitert. Hierfür werden Wände versetzt, Türen eingesetzt und ein seit der Übernahme des Hauses geschlossener Durchgang wurde wieder geöffnet: die Treppe, die im Buchladen früher in das Areal Jochen Liebolds führte.

„Wenn alles fertig ist, können wir direkt vom Erdgeschossraum in die oberen Räume kommen, ohne durch das Treppenhaus zu müssen. Das ist unmittelbarer und angenehmer“, sagt Integrationskoordinatorin Kordula Schimke.

Sie selbst wird mit ihrem Büro in den ersten Stock ziehen. Der bisherige Büroraum im Erdgeschoss soll dann auch externen Gruppen als Besprechungszimmer zur Verfügung stehen. „Wir haben gemerkt, dass häufiger Bedarf an einem kleinen Raum für Einzelgespräche besteht“, sagt Schimke.

Im ersten Stock entstehen ein Lager- sowie ein Multifunktionsraum mit einer Spielecke und einer Küche, in der Teile der Arbeitsfläche speziell für Kinder niedriger angelegt sind. Das Büro ist kein geschlossener, sondern ein durch hohe Regale abgeteilter Raum. Hier soll viel Platz für Akten einerseits und den Fundus der Büchertreppe, die ja nun als Laufweg dient, andererseits entstehen.

Kordula Schimke freut sich. Sind die Arbeiten beendet, ist die Vernetzung direkter und es stehen mehr Möglichkeiten zur räumlichen Differenzierung offen. Wann der Umbau fertig sein wird ist noch nicht absehbar.

Die Umstrukturierung wurde möglich, weil mittlerweile alle im Haus untergebrachten Asylsuchenden umgezogen sind, viele davon in die Niedermühlenstraße, nachdem die Unterkunft dort zuvor renoviert worden war.„Wir wollten vermeiden, dass die Kinder die Schule wechseln müssen, wenn sie umziehen“, erklärt Schimke. Die Familien kennen sich alle schon aus der vorangegangenen Wohnsituation in der Brandstraße, das sei hilfreich. Zwar wohnten die drei alleinerziehenden Mütter und eine Familie, insgesamt neun Kinder, jetzt etwas weniger zentral, hätten dafür aber einen Garten, berichtet die Integrationskoordinatorin.

Der Kontakt sei nach wie vor eng. Die komplette Korrespondenz der Schulen mit den Familien laufe über das HdK. „Ich drucke Arbeitsmaterial aus, schreibe zu den Aufgaben Erläuterungen in einfacher Sprache und gebe Infos der Lehrer weiter“, zählt Schimke auf und resümiert trotz Homeschooling: „Es läuft!“

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