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Benefizkonzert als „Kraftquelle der Demenz“ am 6. Mai in der Stiftskirche Enger – populäre Klassik

NWD spielt für Senioren und Pflegende

Enger

Die Nordwestdeutsche Philharmonie (NWD) kommt für ein Benefizkonzert nach Enger. In Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde Enger und dem Haus Stephanus holt der Generationentreff eine Streicherformation des Orchesters am Freitag, 6. Mai, für eine Veranstaltung des regionalen Netzwerks „Kraftquellen in der Demenz“ in die Stiftskirche. Das Konzert beginnt um 17.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Von Daniela Dembert

Schaffen gemeinsam eine Kraftquelle und laden zum Konzert in die Stiftskirche: Wilhelm Höhne (von links), Pastor Eckardt Koch, Intendant Andreas Kuntze, Traugott Pfaff, Günter Niermann, Christoph Ogawa-Müller, Manuela Schock, Bernd F. Müller und Bürgermeister Thomas Meyer. Foto: Daniela Dembert

„Wir wollen ein Zeichen setzen für ein Leben mit Demenz innerhalb der Gemeinschaft“, sagt Initiator Günter Niermann. Etwa 1600 pflegebedürftige Menschen, vermutlich sogar mehr, würden im Kreis Herford völlig selbstverständlich von ihren Angehörigen betreut, berichtet er. Mit der Einladung zum Konzert wolle man diesen Menschen, ebenso wie ihren pflegenden Angehörigen und allen in der Pflege tätigen Menschen Wertschätzung und Anerkennung aussprechen.

Gerade während der Pandemie hätten hilfsbedürftige Menschen unter der Reduzierung der Kontakte gelitten und auch die Arbeit des Netzwerks sei erschwert gewesen. „Aber wir haben nicht aufgegeben und fahren jetzt unsere Aktivitäten wieder hoch“, verspricht Niermann für den GTE.

Schon mehrfach hatte sich die NWD für die „Kraftquellen“ engagiert. „Und wir machen das wirklich immer wieder gern“, betont Intendant Andreas Kuntze. Das sei einfach eine Frage der Mitmenschlichkeit.

Andreas Kuntze, NWD-Intendant

Über das Programm verrät Kuntze so viel: „Es wird im besten Sinn populär. Wir legen Wert darauf, eine musikalische Zusammenstellung zu bieten, die jeden der Besucher und nicht nur Kenner anspricht.“ Etwa 20 Musiker des Orchesters werden das Konzert gestalten. „Mehr sind aus Platzgründen nicht möglich“, erklärt Kuntze.

Zu hören sein werden unter anderem Rumänische Volkstänze aus der Feder von Bela Bartok, „Aus Holbergs Zeit“ von Edvard Grieg und „Palladio“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins.

Bürgermeister Thomas Meyer begrüßte das Projekt: „Das ist für die Stadt Enger einfach wieder ein schönes Ereignis, das trotz der aktuellen Krisenzeiten wieder Hoffnung gibt.“ Ganz ähnlich sieht es Pastor Eckardt Koch: „Musik hat etwas Grenzenloses und tut gut, wenigstens für den Moment“, nimmt er Bezug auf den Krieg in der Ukraine.

Dem kann auch Manuela Schock, Leiterin des Hauses Stephanus nur zustimmen. Zwei Jahre lang hätten die Bewohner viele Einschränkungen erlebt, jetzt würden Ängste wieder wach. Da sei ein gemeinsamer Konzertbesuch eine wichtige und gute Sache.

Nach aktuellem Stand sind 198 Plätze zu vergeben. Sollte bis Mai eine höhere Belegung möglich sein, werde man nachsteuern, verspricht Niermann. Karten können unter Telefon 05224/9941216 oder per Mail an gniermann@vmah.de reserviert werden.

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