1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Enger
  6. >
  7. Optimistisch ins neue Kultur-Jahr

  8. >

Engeraner Museen und Vereine geben gemeinsames Programm heraus

Optimistisch ins neue Kultur-Jahr

Enger (WB)

Zusammen schafft Enger Kultur, auch in Zeiten von Corona. Erstmals bringen die Museen und Vereine der Stadt ein gemeinsames Programm heraus – unter Vorbehalt, aber voller Optimismus. Zu den Angeboten gehören Bekanntes und Neues, Innovatives und Heimatliches aus Literatur, Film, Kunst und Musik.

Jane Escher

Mit dem Curzweyl-Cabinett treten Helmut Eisel und Sebastian Voltz am 3. Dezember im Widukind-Museum auf. Foto:

Im Lockdown fällt es leicht zu vergessen: Irgendwann können wieder Ausstellungen besucht, Lesungen genossen und Konzerten gelauscht werden. Die Kulturschaffenden in Enger bereiten diese Zeit unermüdlich vor und präsentieren ein gemeinsames Programm für 2021.

Viele bekannte Klassiker sind geplant: Sommernachtskino und Bürgerpicknick organisiert vom Stammtisch Barmeierplatz, genauso die Oldtimer-Ausstellungen und das Weinfest des Kleinbahnmuseums. Einige Veranstaltungen aus dem vergangenen Jahr, etwa das Jahrhundert-Konzert des Widukind-Chors, werden nachgeholt, aber auch Neues ist dabei.

Zum Beispiel das Begleitprogramm zum Projekt Experiment Heimat. Eine Journalistin und eine Fotografin sind vom 19. bis 24. Juni eingeladen, „die Widukindstadt aus einem neuen Blickwinkel zu erforschen“, wie der Verantwortliche Michael Hellwig erklärt.

Neun Veranstaltungen, darunter eine Fahrradtour zu den Sattelmeierhöfen und Ausstellungen zum Thema Heimat, sind vorgesehen. Ein Querschnitt der Stadt, aber nur ein Baustein des vielseitigen Engeraner Kulturprogrammes für 2021, das schon im Frühjahr beginnen soll.

„Als wir im Sommer mit der Planung begonnen haben, sah es für den Frühling noch besser aus“, erklärt die Leiterin des Widukind-Museums Regine Krull. Die Beteiligten bleiben aber hoffnungsvoll, dass die Veranstaltungen, auch die des ersten Quartals, stattfinden können. Mit kurzfristigen Änderungen werde aber gerechnet. Sollte etwa das Dachgeschoss des Widukind-Museums zu klein sein, ist eine Alternative vorgesehen. „Das ist dann eben ‚Curzweyl on tour‘“, scherzt Krull.

Mit dem Curzweyl-Cabinett startet das Widukind-Museum im Februar dann auch eine thematischen Reise durch die Musikgeschichte. Weitere Höhepunkte im Programm sind das Museumsfest am 28./29. August und der Auftritt des Duos „TriTube“, das mit Künstlern aller Art auf YouTube musiziert. Weitere musikalische Beiträge kommen von der evangelischen Kirchengemeinde und Enger Impulsiv. Letztere beleben mit dem Rocktober-Event und den Mathildenplatz-Konzerten den roten Würfel wieder – das 2020 ausgefallene Jubiläumskonzert soll am 11. Juli nachgeholt werden.

Die im vergangenen Jahr vom Kultur- und Verkehrsverein entwickelte Reihe „Kulturbäder“ wird im Sommer mit drei Konzerten fortgesetzt. „Das neue Format ist gut angekommen, wir hoffen 2021 auf eine ebenso tolle Atmosphäre“, sagt Vorsitzende Daniela Dembert.

Weitere Höhepunkte sind im Gerbereimuseum geplant, wo wie gewohnt Kunst und Literatur fulminant aufeinandertreffen. Etwa bei der vom Rumpelstilzchen-Literaturprojekt initiierten Lesung zur Ausstellung von Alexander Kapitanowski „Europa und der Stier“ im Mai.

Das Jugendzentrum Zebra begibt sich im September mit einem Vortrag zum jüdischen Leben in Enger auf eine historische Spurensuche. Der Advent im Widukind-Museum rundet das kulturelle Jahr ab.

„Alles klingt vielversprechend. Wir freuen uns, die Veranstaltungen unterstützen zu können“, erklärt Tobias Lehmann von der Sparkasse Herford.

Bürgermeister Thomas Meyer ist stolz auf die kulturelle Vielfalt: „Ein gemeinsames Programm mit den tollen Ideen aller Kulturschaffenden setzt in diesen schweren Zeiten ein wertvolles Zeichen“, sagt er. Meyer bedankte sich außerdem für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung der Sponsoren und Bürger. Das vereinte Engagement trage dazu bei, „das kulturelle Leben der Stadt zuverlässig aufrechtzuerhalten.“

Erstmals liegt das Programm nicht in gedruckter Form aus, sondern kann bis auf Weiteres nur auf der Internetseiten der Stadt Enger und der beteiligten Museen und Vereine heruntergeladen werden.

Startseite